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Karriere Blog von make-it-better - die Agentur für Bewerbung & Coaching in Köln

Selbstmarketing für Frauen - ein Erfolgsfaktor

Frauen verkaufen sich bei der Bewerbung und im Beruf noch oft unter Wert.

Was sollten Frauen, die Karriere machen wollen, beherzigen?

Mehr Selbstvertrauen haben! Bezeichnend ist diese Frage einer Klientin: "Karriereberatung bei Ihnen wird doch bestimmt vorwiegend von Frauen in Anspruch genommen?" Diese Kundin dachte, Männer wären so sicher und selbstbewusst, dass sie Karriereberatung nicht benötigten.

Sie als Frau wollen Karriere machen? Die wichtigsten Hemmnisse bei Frauen sind das Selbstbewusstsein und die Selbstvermarktung. Also tue Gutes und rede davon.

Das fällt Frauen immer noch sehr schwer, sie sind oft zu selbstkritisch. Sie wollen erst perfekt sein, bevor sie durchstarten. Dadurch verlieren Sie Zeit. Schnelligkeit ist heutzutage ein großes Thema. Wer zuerst mit einer Idee brilliert, hat häufig die Nase vorne. Die Perfektion kommt dann hinterher.

Fragen von Frauen in der Karriereberatung

Viele Frauen wollen in der Karriereberatung wissen, wie kann ich am besten darlegen, was ich zu bieten habe. Aber reicht das für die Stelle, die ich anstrebe, ist eine häufige Frage. Frauen möchten gern perfekt sein. Sollten aber lernen selbstbewusster aufzutreten. Das zählt oft mehr als nur Perfektion.  Weitere Anliegen im Coaching sind: Wie kann ich meine Bewerbung, meinen Lebenslauf optimieren? Wie steche ich aus der Menge und wie kann ich mich von anderen Mitkonkurrenten unterscheiden?

Welche Karrierehemmnisse sind bei Frauen festzustellen?

In meinem Karriere Coaching stelle ich bis auf wenige Ausnahmen folgende sechs Punkte fest:

1. Frauen sind zu kritisch mit sich selbst.

2. Sie scheuen sich, ihren eigenen Standpunkt zu vertreten.

3. Sie sind häufig auf einen Konsens aus.

4. Es fällt Ihnen schwer, Forderungen zu stellen, zum Beispiel beim Gehalt.

5. Und Frauen übernehmen meist zu viel Verantwortung für andere.

6. Frauen sind oft nicht bereit Risiken einzugehen.

Was können Frauen machen, damit es mit der Karriere besser funktioniert?

Zuerst ist es mal nötig, eine Aufstellung der eigenen Erfolge zu machen, kleinere und größere. Oft fallen einem Erfolge erst nach einigem Nachdenken als solche ein. Hilfreich ist dann zu überlegen, was kann nur ich im Unternehmen machen. Der Blick auf die Erfolge stärkt das weibliche Selbstbewusstsein.

Jede Frau sollte sich danach diese Fragen stellen:

  • Wer bin ich als Person?
  • Was kann ich?
  • Was will ich?
  • Was für Optionen habe ich?
  • Welches Risiko bin ich bereit einzugehen?
  • Welche Glaubenssätze, Werte habe ich?
  • Welche hindern mich voran zu kommen?

Der nächste Schritt in der Karriereplanung ist aus den gewonnen Antworten ein eigenes Berufsprofil zu entwickeln. Damit können die Frauen gezielt auf die Suche nach Unternehmen gehen, die von ihrem Know How profitieren können. Weiterhin fällt die Selbstpräsentation im Anschreiben und Lebenslauf deutlich leichter.

Auch kann über das geschärfte Berufsprofil die Bewerbung über Social Media Plattformen wie Xing oder LinkedIn vorangetrieben werden. Außerdem fällt es leichter sich gezielt auf das anstehende Vorstellungsgespräch vorzubereiten.

Wenn Sie bei diesem Prozess der Bewerbung, beruflichen Veränderung oder beim Selbstmarketing Hilfe durch Karriereberatung nutzen möchten, freue ich mich über Ihre Anfrage an Jürgen Zech, Karriereberater von make-it-better.de - die Agentur für Bewerbung & Coaching in Köln.

Die perfekte Vorbereitung auf Ihr Vorstellungsgespräch

So meistern Sie jedes Bewerbungsgespräch! Tipps, Tricks, Kniffe für die Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch

Für souveräne Menschen ist das Vorstellungsgespräch kein Problem. Sie sind gewohnt durch Ihr Auftreten und Redegewandtheit zu brillieren. Diese Bewerber müssen sich häufig nur inhaltlich auf das Bewerbungsgespräch vorbereiten.

Hindernisse und Fragen im Vorstellungsgespräch bewältigen

Doch es gibt auch andere Kandidaten und die dürften die Mehrheit sein. Diese Bewerber haben mit unterschiedlichen Handicaps zu kämpfen. Meist wird von ihnen ein anstehendes Vorstellungsgespräch als äußert stressig angesehen. Allein der Gedanke an Frage im Bewerbungsgespräch wie „Was sind ihre größten Stärken und Schwächen?“ oder „Warum haben sie sich gerade bei uns beworben“, treiben diesen Kandidaten den Schweiß auf die Stirn.

Stressfragen im Vorstellungsgespräch

Besonders schlimm wird es bei Stressfragen im Bewerbungsgespräch wie „Welche Frage möchten Sie nicht gestellt bekommen?“ oder „Was war in Ihrem letzten Job Ihr größter Fehler?“ Da hilft in der Regel nur eine gute inhaltliche und rhetorische Vorbereitung in einem Rollenspiel mit einem professionellen Bewerbungscoach weiter.

Welche Bewerber benötigen eine besonders gute Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch?

1. Nervöse Bewerber mit unsicherem Auftreten

Viele Kandidaten die schon gescheitert sind, haben Angst vor fiesen Fragen im Vorstellungsgespräch. Sie verhalten sich unsicher oder sind sehr nervös, wenn sie an die Fragen und eigene Antworten im Vorstellungsgespräch denken. Gerade wenn Sie schon Absagen im Bewerbungsgespräch erhalten haben, ist das Auftreten vielleicht zu unsicher, die Antworten auf Fragen zu knapp oder das Verhalten zu ängstlich.

2. Bewerber, die lange kein Vorstellungsgespräch mehr geführt haben

Eine professionelle Vorbereitung vom Vorstellungsgespräch ist auch sinnvoll, wenn Sie sich schon viele Jahre nicht mehr beworben haben und nun nach 8-10 Jahren wieder ein Vorstellungsgespräch führen sollen. Häufig sind diese Bewerber verunsichert, was man von ihnen erwartet. Sie fragen sich, wie sie kompetent und selbstbewusst auf Fragen des Arbeitgebers antworten können. Oder sie sind unsicher, was auf Sie zukommt. Vielleicht fragen Sie sich:„Wie läuft heutzutage ein Bewerbungsgespräch ab? Was werde ich gefragt? Wie soll ich antworten? Wie hinterlasse ich einen professionellen Eindruck?“

3. Bewerber, die sich nicht vermarkten können

Es gibt eine große Anzahl von Fachkräften und Führungskräften, die eine gute Arbeit leisten, aber Schwierigkeiten haben, ihre Kenntnisse, Engagement und ihre Erfolge im Bewerbungsgespräch optimal darzustellen. Diese Personengruppe profitiert bei der Vorbereitung vom praktischen Training mit Hilfe eines Rollenspiels.

4. Bewerber mit Blackout oder Sprechblockaden

Eine weitere Gruppe von Bewerbern sind unsichere Menschen, die sich schnell aus dem Konzept bringen lassen oder aus irgendwelchen Gründen Ängste vor dem Vorstellungsgespräch aufbauen, die bis zu Blackout oder Sprechblockaden führen können. Da hilft Ermutigung durch den realistischen Blick auf die eigenen Stärken im lebensnahen Coaching des Vorstellungsgesprächs.

5. Unklare, unstrukturierte Bewerber

Es gibt Bewerber, die verwickeln sich im Vorstellungsgespräch immer in Widersprüche, können komplizierte Sachverhalte nicht einfach darstellen oder schweifen aus und langweilen die Jobinterviewer. Sie lernen im Training sich kurz zu fassen und mit Freude von ihren beruflichen Erfahrungen zu berichten.

6. Bewerber, die als Bittsteller auftreten

Nicht wenige Kandidaten, die keinen Erfolg im Vorstellungsgespräch haben, treten als Bittsteller auf. Diese Menschen sollten bedenken, dass umfangreiche Erfahrungen zu bieten haben, sonst hätte das Unternehmen nicht eingeladen, nur max. 5-10% der Bewerber kommt überhaupt in die nähere Auswahl. Im Coaching werden die Erfolge herausgearbeitet und die Bewerber lernen zu der beruflichen Vergangenheit zu stehen, mit Stolz darauf zu schauen und üben genau diese innere Haltung bei Ihren Antworten im Vorstellungsgespräch zu vertreten.

7. Bewerber, die ins zweite Vorstellungsgespräch müssen

Jetzt geht es um alles – Bewerber stehen vor dem 2. Vorstellungsgespräch, bei dem in der Regel noch ein Mitbewerber im Rennen ist. In diesem zweiten Bewerbungsgespräch kommt es auf jedes Detail an: - Auftreten, rhetorische Fähigkeiten, Klarheit in der Argumentation, Präsentation der Fachkenntnisse, Kontaktfähigkeit, Mut!

8. Professionelle Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch

Professionelles Training zur Vorbereitung auf das Vorstellungsgesprächs mit Hilfe eines Bewerbungscoach finden Sie bei make-it-better - der Agentur für Bewerbung & Coaching in Köln.

Gehaltsgespräch: Gehaltsverhandlung erfolgreich führen - Tipps und Tricks

Tipps, um mit Erfolg eine Gehaltserhöhung zu verhandeln. Oder wie Sie Ihre Einkommensverhandlung optimal vorbereiten.

Mehr Gehalt fordern, aber wie?

Wie in jedem Jahr werden vor allem im Frühherbst Gehaltsverhandlungen geführt, rechtzeitig, bevor die Personaletats für das nächste Jahr verplant sind. Die Chancen für eine Gehaltssteigerung sind so gut wie lange nicht mehr. Die Wirtschaft brummt. In manchen Branchen und Berufen werden die Arbeitskräfte knapp. Das ist Ihre Chance den Chef nach mehr Gehalt zu fragen. Über eine Million Deutsche werden in diesem Jahr 65 Jahre alt. Ihnen stehen aber nur 780.000 18-Jährige gegenüber.

Ein einfaches Marktprinzip heißt: Sobald etwas rar ist, steigt der Preis. Sie möchten für gute Leistungen gutes Geld zu bekommen. Dieser Wunsch ist Ihr gutes Recht und menschlich nachvollziehbar. Doch psychologisch gesehen ist das für Viele nicht so einfach nach mehr Gehalt zu fragen.

Planen Sie Ihre Gehaltsverhandlung rechtzeitig

Ein realistischer Zeitraum, um mehr Gehalt zu fordern, ist alle zwei Jahre. Vielen Mitarbeitern und Managern fällt es nicht leicht, in einer Einkommensverhandlung über den eigenen Wert zu sprechen. Damit das überhaupt geht, sollten Sie sich zuerst den eigenen Wert bewusst machen.

Denn die Gehaltsverhandlung fängt nicht erst an, wenn Sie Ihrem Chef gegenüber sitzen, sondern schon früher. Damit Sie Ihr Ziel erreichen können, ist eine gute Vorbereitung sinnvoll.

Stellen Sie Ihren Marktwert fest

Ihren realen Wert könnten Sie testen, indem Sie einige Probebewerbungen an andere Firmen versenden.

Betreiben Sie aktives Selbstmarketing:

Ihr Gehalt hat viel mit Ihren Leistungen und der Präsentation dieser Leistungen nach außen zu tun. Am besten ist es, wenn Sie dazu praktische Beispiele aus dem Berufsalltag finden können. Es geht zuerst darum sich seinen eigenen Wert im Unternehmen bewusst zu machen, bevor man mehr Gehalt fordert.

Sie sollten sich folgende Fragen stellen und die Antworten schriftlich fixieren:

  • In welchen Bereichen sind Sie besonders engagiert? 
  • Wo leisten Sie mehr als erwartet wird?
  • In welchem Gebiet sind Sie für Ihr Unternehmens unentbehrlich?
  • Was bekommt Ihr Chef von Ihren Leistungen mit?
  • Hält er Sie für einen wertvollen Mitarbeiter? Warum?

Bereiten Sie die Gehaltsverhandlung richtig vor

Informieren Sie sich über die üblichen Gehältern und Spannen von Gehaltserhöhungen in Ihrer Branche und Position. Sammeln Sie Fakten über die Situation des eigenen Unternehmens, welche Gewinne oder Verluste wurden verbucht, wie sehen die nahen Zukunftschancen aus?

Wechseln Sie die Perspektive

Bei Verhandlungen ist es immer gut sich in die Rolle des Gegenüber zu versetzten. So können Sie besser die Motive, Argumente und Schwachpunkte erkennen. Da können Sie dann bei Ihrer Gehaltsverhandlung ansetzen.

Stellen Sie sich diese Fragen und schreiben die Antworten auf:

  • Wären Sie als Chef bereit, Ihnen eine Gehaltserhöhung zuzugestehen? 
  • Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht?
  • Welche Leistung, die ein höheres Gehalt rechtfertigen würde, würden Sie als Vorgesetzter von Ihnen als Mitarbeiter erwarten?

Wählen Sie den richtigen Zeitpunkt für das Gehaltsgespräch

Im Herbst ist ein guter Zeitpunkt, um mehr Gehalt einzufordern. Außerdem sollten Sie sich überlegen, an welchen Tagen und zu welchen Zeiten der Chef am besten Zeit hat. Weiterhin sollten Sie das Eisen schmieden solange es heiß ist. Eine Gehaltsverhandlung ist aussichtsreich, wenn Sie gerade einen tollen Erfolg hatten oder eine gute Leistung vorzeigen können oder wenn sich das Unternehmen im Aufwind befindet und die Geschäfte gut laufen.

Einstimmung auf die Gehaltsverhandlung

Für eine erfolgreiche Verhandlung sind eine positive Einstellung und eine gute Stimmung von Vorteil. Denken Sie daran: Sie haben etwas zu bieten und dafür haben Sie auch einen angemessenen Gegenwert verdient.

Verhandlungstipps:

  1. Greifen Sie nie Ihren Vorgesetzten an, auch wenn Sie frustriert sind. Sie sollten Ihren Gehaltswunsch als eine Win-Win-Lösung präsentieren. 
  2. Sie sollten folgende Frage beantworten können: Wieso sollte mein Chef ein Interesse daran haben, mir ein höheres Gehalt zu zahlen? 
  3. Stellen Sie nur Gehaltsforderungen, die Ihr Chef auch erfüllen kann. Es nutzt nichts, wenn Sie sich auf eine bestimmte Summe versteifen, die Ihr Chef nicht zu zahlen bereit ist. 
  4. Überlegen Sie besser, was sonst noch an Vergünstigungen für Sie sinnvoll sind. Sie könnten ertragsabhängige Vergünstigungen vereinbaren, oder steuerfreie oder steuerermäßigte Zusatzleistungen, Sachleistungen, Direktversicherungen, Pensionszusagen, etc. 
  5. Weitere Verhandlungspunkte könnten bezahlte Weiterbildungsmaßnahmen, ein Dienstwagen, Essensgutscheine, Sprachurlaube, bezahlter Sonderurlaub oder ähnliches sein.
  6. Beziehen Sie dabei Ihre tatsächlichen Leistungen, die Situation des Unternehmens und die Person Ihres Vorgesetzten in Ihre Verhandlung mit ein.
  7. Präsentieren Sie Ihre Leistungen ruhig und sachlich.
  8. Nennen Sie Fakten und Zahlen als Argumente.
  9. Wenn Sie Ihren Gehaltswunsch mit Zahlen und Daten, die mit dem Erfolg des Unternehmens verbunden sind, untermauern können, ist das für Sie positiv.

Ihr Chef hat Ihre Gehaltserhöhung abgelehnt?

Es kann sein, dass Ihr Chef Ihre Gehaltserhöhung ablehnt. Sehen Sie das nicht als Scheitern, sondern als Chance, beim nächsten Gespräch erfolgreich zu sein. Ihr Verhalten entscheidet nun, wie es für Sie in der Firma weitergeht – und wann die gewünschte Gehaltserhöhung schließlich genehmigt wird. Ziegen Sie sich weiter engagiert und einsatzbereit und warten auf Ihre Chance.

Die Gehaltsverhandlung mit Hilfe eines Gehaltscoaches professionell vorbereiten

Sie möchten Ihre Gehaltsverhandlung professionell vorbereiten? Dann können Sie sich an den Gehaltscoach Jürgen Zech von make-it-better – die Agentur für Bewerbung & Coaching aus Köln wenden.

Freue mich, wenn der Blog gefällt und Sie ihn teilen - danke!


Über den Autor

Jürgen Zech, Karriereberater, Business Coach, Bewerbungscoach

Seit 20 Jahren arbeite ich als Karrierecoach und Bewerbungscoach in Köln. Ich habe mich auf Beratung rund um die Karriereplanung und berufliche Neuorientierung spezialisiert. Mit Bewerbern arbeite ich an ihrer Bewerbungsstrategie, Jobsuche, der Optimierung der Bewerbungsunterlagen sowie an der Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche.

Daneben biete ich berufliches Coaching bei Unzufriedenheit im Job, Problemen mit Beruf, Kollegen, Chef sowie Business Coaching für Führungskräfte als Sparringspartner und Coach für ein optimales Selbstmarketing an. Im Coaching habe ich mich auf komplexe Sachverhalte, Kommunikationsprobleme und schwierige Ausgangslagen spezialisiert.

 
 

Kündigung: Selbst kündigen oder gekündigt werden

 

Ein Arbeitsvertrag ist in Deutschland ein privatrechtlicher Vertrag zweier Vertragspartner zur Begründung eines Arbeitsverhältnisses. Das bedeutet, der Vertrag kann unter der Wahrung bestimmter Formalien einseitig wieder gelöst werden. Dieser Sachverhalt nennt sich Kündigung. Damit die Kündigung wirksam ist, muss die andere Vertragsseite nicht zustimmen. Sie muss die Kündigung lediglich erhalten. Diese Tatsache vergessen viele, langjährig beschäftigte Arbeitnehmer.

Zwei Formen der Kündigung

Mit der Kündigung endet das Arbeitsverhältnis. Es gibt zwei Möglichkeiten der Kündigung:

  • Die Fremdkündigung auch Entlassung - Die Firma kündigt dem Arbeitnehmer
  • Die Eigenkündigung - Der Arbeitnehmer reicht seine Kündigung ein.

Für den Fall, dass Sie selbst kündigen, müssen Sie auch beim Kündigungsschreiben einige Grundregeln beachten.

  • vollständige Firmenname und die Anschrift in den Kopf der Kündigung
  • Betreff: Kündigung meines Arbeitsvertrags zum…
  • das aktuelle Datum auf der Kündigung
  • korrekte Anrede: Sehr geehrte Frau/ Sehr geehrter Herr
  • Kündigungstext: Im Rahmen meiner Kündigungsfrist kündige ich mein Arbeitsverhältnis zum…
  • das Datum des letzten offiziellen Arbeitstages
  • persönliche und handschriftliche Unterschrift

Drei Gründe selbst zu kündigen

Sie denken ernsthaft über einen Wechsel Ihres Arbeitsplatzes nach. Da sind Sie nicht alleine. Es gibt sehr unterschiedliche Motivationen den Job zu wechseln.

Unzufriedenheit im Beruf

Etwa ein Fünftel der Arbeitnehmer sind unzufrieden mit ihrem Arbeitgeber und denken gerade zu Beginn des Jahres über einen Jobwechsel nach. Wollen Sie wirklich den Arbeitsplatz wechseln? Oder flüchten Sie vor temporären Problemen?

Sie haben hier keine Perspektive mehr.

Grund Nummer eins für einen Jobwechsel ist Perspektivlosigkeit. Wenn Sie das Gefühl haben, auf der Stelle zu treten und Sie keinerlei Aufstiegsmöglichkeiten im Unternehmen sehen, macht ein Stellenwechsel Sinn.

Sie verstehen sich nicht gut mit den Kollegen.

Mit Ihren Kollegen verbringen Sie oftmals mehr Zeit als mit ihren besten Freunden. Ein gutes Arbeitsklima ist daher wichtig für das persönliche Wohlbefinden. Wenn Sie mit keinem Ihrer Teamkollegen auf einer Wellenlänge sind und Sie das belastet, sollten Sie über einen Stellenwechsel nachdenken.

Gesetzliche Kündigungsfristen

In Zeiten schlechter Konjunktur wurden von der Politik die gesetzlichen Kündigungsfristen deutlich gesenkt. Wenn keine tarifvertragliche Regelung greift, kommt der Gesetzgeber mit dem § 622 BGB zum Zuge.

Hier ein Auszug aus dem Gesetzestext:
BGB § 622 Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen

(1) Das Arbeitsverhältnis eines Arbeiters oder eines Angestellten (Arbeitnehmers) kann mit einer Frist von vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden.

(2) Für eine Kündigung durch den Arbeitgeber beträgt die Kündigungsfrist, wenn das Arbeitsverhältnis in dem Betrieb oder Unternehmen

1.    zwei Jahre bestanden hat, einen Monat zum Ende eines Kalendermonats,
2.    fünf Jahre bestanden hat, zwei Monate zum Ende eines Kalendermonats,
3.    acht Jahre bestanden hat, drei Monate zum Ende eines Kalendermonats,
4.    zehn Jahre bestanden hat, vier Monate zum Ende eines Kalendermonats,
5.    zwölf Jahre bestanden hat, fünf Monate zum Ende eines Kalendermonats,
6.    15 Jahre bestanden hat, sechs Monate zum Ende eines Kalendermonats,

Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__622.html

Auswirkungen der Kündigung auf den Arbeitnehmer

Am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg wird untersucht, wie sich Kündigungen auf die Arbeits- und Lebenszufriedenheit auswirken.

Es wurde herausgefunden, dass je länger Menschen die gleiche Arbeit, umso unzufriedener werden sie mit ihrer Tätigkeit. Doch eine Eigenkündigung allein macht auch nicht glücklich. Denn wer selbst kündigt und keine neue Beschäftigung hat, ist anfangs nur ein wenig zufriedener als derjenige, der entlassen wurde.

Weiterhin kam heraus, die höhere Zufriedenheit nach einem Jobwechsel lässt im Laufe von 12 Monaten deutlich nach. Der Effekt verstärkt sich mit der Zeit noch. Bei der Arbeitszufriedenheit ist ein Großteil der Begeisterung nach zwei Jahren weg.

Hilfe bei Bewerbung und beruflicher Neuorientierung

Was bedeutet das für jeden Einzelnen? Darüber muss sich jeder selbst Gedanken machen. Natürlich kann es sinnvoll sein, sich in der Situation der Kündigung – egal ob Einkündigung oder Fremdkündigung eine professionelle Karriereberatung als Hilfe bei der beruflichen Neuorientierung einzuschalten.

Karriereberatung: Nach Kündigung Abschiednehmen

Bei Kündigung oder Ausscheiden aus einem Unternehmen wird das Abschiednehmen oft vernachlässigt. Leider schleppen diese Arbeitnehmer die Altlast mit in die Vorstellungsgespräche oder den nächsten Job.

Verarbeitung des Abschieds braucht Zeit

Im Laufe unseres Lebens müssen wir von vielem Abschied nehmen. Die Verarbeitung des Abschieds braucht Zeit. Doch häufig lassen wir uns gerade in Arbeitszusammenhängen keine Zeit. Es soll immer schnell vorwärts gehen. Keiner will zurückblicken. Doch die menschliche Psyche funktioniert anders.

Abschied und Neuanfang

Im Beruf ist ein Abschied meist mit der Hoffnung auf einen Neuanfang und auf die Verbesserung der eigenen beruflichen Situation verbunden. Gerade, wenn es vor der Kündigung oder dem Weggang Auseinandersetzungen oder Kämpfe gab, sollten Sie inne halten. Was waren meine eigenen Anteile am Konflikt? Was lerne ich daraus? Was würde ich in Zukunft anders machen? Was nehme ich an Erfahrung aus dem Unternehmen mit? Das sind die entscheidenden Fragen, die Sie sich stellen sollten.

Den Abgang sauber gestalten

Wer anbietet, seinen Nachfolger mit auszuwählen und einzuarbeiten, beweist einen guten Stil. Bereiten Sie eine vernünftige Übergabe vor: Mit Projektlisten, Tipps und erforderlichen Passwörtern. Senden Sie außerdem den Kollegen und Kunden eine Abschiedsmail.

Beispiel für eine persönliche Abschiedsmail an Kollegen

Liebes geschätztes (bald Ex-)Team,

wie ihr bereits wisst, ist am 22.XX.20XX mein letzter Arbeitstag hier in der Firma.
Nun sehe ich diesem Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen. Zum einen freue ich mich auf die neue Herausforderung, zum anderen werde ich die angenehme Zusammenarbeit mit euch sehr vermissen!

Entnommen aus https://www.zeitblueten.com/news/abschiedsmail/

Nach Vorne blicken und sich bewerben

In meine Karriereberatung kam ein Kunde zur beruflichen Neuorientierung. Er wollte seine Bewerbungsunterlagen auf Vordermann bringen lassen. Im Gespräch teilte er mit, er wisse nicht recht worauf er sich bewerben solle. Außerdem habe er den Kopf gar nicht frei, um sich richtig bewerben zu können.

Die alte Verantwortung hindert am Loslassen

Meine Nachfrage ergab folgendes: Mein Klient hatte innerhalb von 18 Jahren eine kleinere mittelständische Firma mit 50 Mitarbeitern aufgebaut. Er war einer von drei Minderheitsteilhabern und hatte im Laufe der Jahre mehrfach größere Kämpfe mit dem Mehrheitsteilhaber und den Banken um den Weiterbestand seines Firmenbabys geführt. Mal hatte er gewonnen, mal verloren.

„Ich bin doch für das Wohl meiner Mitarbeiter verantwortlich“

Da er immer im operativen Geschäft tätig war und nach und nach alle Mitarbeiter eingestellt hatte, fühlte er sich für diese auch nach seinem Weggang aus dem Unternehmen verantwortlich. Es fiel ihm sehr schwer, die Verantwortung loszulassen. Er machte sich, wie die letzten 18 Jahre, immer noch Sorgen um die Firma. Er war aber ausbezahlt und draußen. Nun stellte sich die Frage, wie er sich von der alten Verantwortung lösen könnte.

Sich ein Bild vom Problem machen und loslassen

Zur Visualisierung bekam er die Aufgabe, eine Zeichnung der aktuellen Situation zu erstellen. Er malte ein Schiff, das vom Ufer ablegte und im zweiten Schritt Fahrt aufnimmt und aufs offene Meer segelt. Ich ließ ihn das Bild im Mentaltraining in seiner Vorstellungskraft entstehen.

Welcher Satz könnte die Mannschaft – seine alte Belegschaft begleiten? Er meinte:“ Ihr seid gut vorbereitet und ausgerüstet, ihr schafft das jetzt alleine." So konnte er das alte Schiff und seine Mannschaft ziehen lassen und seinen Blick auf seine eigene berufliche Zukunft richten.

Coaching: Selbstmarketing für den nächsten Karriereschritt

Klappern gehört zum Geschäft: Selbstmarketing am Beispiel einer mittleren Führungskraft einer großen Stadtverwaltung.

Nur bewerben reicht nicht!

Wer sich nicht bemerkbar macht, wird übersehen. Lange Zeit war das bei einem meiner Kunden der Fall. Vor ca. 3 Jahren hatten wir erstmal Kontakt. Es ging um die Bewerbung auf eine Leitungsstelle, die wir von Grund auf neu erstellen – also zeitgemäßes Foto auf einem Deckblatt, einen aussagekräftigen Lebenslauf und ein werbewirksames Anschreiben. Die Bewerbung wurde positiv aufgefasst, doch seine Chefin wollte ihn nicht an eine andere Abteilung verlieren. So intervenierte Sie. Alles blieb beim Alten.

Ohne Eigen-PR geht nichts mehr!

Vor 1,5 Jahren tat sich eine neue Möglichkeit auf. Wieder Bewerbung verfasst – doch ein interner Mitbewerber bekam den Vorzug. Der hatte Kontakte zu dem entsprechenden Chef und den Mitgliedern der Abteilung geknüpft. Er und seine Leistungen waren dadurch bekannt. Mein Kunde hatte das versäumt.

Berufliche Standortbestimmung als Ausgangspunkt

Vor 5 Monaten kam mein Kunde wieder ins Karriere Coaching. Er hatte erfahren, dass es eine größere Umstrukturierung geben sollte. Zwei Abteilungen sollten aus alten Bereichen neu entstehen. Einen großen Teilbereich der Aufgaben hatte er die letzten 4,5 Jahre schon übernommen. Wir analysierten in einer beruflichen Standortbestimmung warum gerade er, der am besten geeignete Kandidat ist. Auch überlegten wir, wie der beste Zuschnitt der beiden neuen Abteilungen wäre. Die Größe war für die höhere Eingruppierung wichtig. Außerdem war man sich in der Stadtverwaltung noch nicht über den endgültigen Zuschnitt im Klaren. Im Coaching erarbeiteten wir, er solle immer wieder in allen Gremien und Besprechungen auf die ungleiche Verteilung der Gebiete hinweisen und Lösungen dafür anbieten. Das sorgte für eine erste Erhöhung seínes Bekanntheitsgrades. Bis dahin war er eher operativ zu Gange und dachte meine Arbeit spricht für mich. Leider war das nicht so. Er wurde gerne von Vorgesetzten oder Führungskollegen genutzt und erzielte gute Ergebnisse. Doch die überordneten Führungsebene erfuhren nichts von ihm und seiner Kompetenz. Das mussten wir ändern.

Start einer Selbstmarketing Offensive

Im Coaching überlegten wir gemeinsam welche Fürsprecher es für Ihn geben könnte und wie er zu ihnen Kontakt knüpft. Eine weitere Frage war, wie er seinen Bekanntheitsgrad erhöhen könnte und wie er sich mit bestimmten Themen verbinden könnte. Er nutze nun jede Gelegenheit, um die Routemap umzusetzen. Er knüpfte eine Beziehung zu seinem Dezernenten, hielt Vorträge in Fachausschüssen, intensivierte seine Gremienarbeit, setzte sich für die Belange seiner Mitarbeiter ein und kooperierte mit Personalrat und Personalabteilung. Daneben beschäftigte er sich intensiv mit der praktischen Umsetzung der geplanten Aufteilung der neu zu schaffenden Abteilung und entwickelt dort einen Expertenstatus. Er vertrat seine Expertise auf allen Ebenen und man folgte seinem Einwand der ungleichen Verteilung der Aufgaben und gewichtete die Aufteilung ausgewogener. Dieser Prozess nahm insgesamt 5 Monate Zeit in Anspruch. Doch der Aufwand hatte sich gelohnt.

Zieletappe erreicht

Ergebnis: Ihm wurde jetzt signalisiert. Er sei genau der richtige Mann für die neue Position. Von seinem Dezernenten und dem OB der Stadt wurde er persönlich gebeten sich auf die offene Position zu bewerben.

Sie möchten in der Karriereberatung an Ihrem eigenen Selbstmarketing arbeiten, dann lesen Sie weiter…

Vorstellungsgespräch: Druck - Druck - Blackout

Der Erfolg im Vorstellungsgespräch hängt zu 50% Prozent von der Persönlichkeit und dem Auftreten des Bewerbers ab. Im Artikel erfahren Sie, wie Sie als Bewerber das Scheitern im Vorstellungsgespräch vorprogrammieren. Aber auch wie Sie sich durch ein intensives Mentaltraining selbst auf Erfolg programmieren können.

Was versteht man unter Blackout?

Als Aussetzer oder Blackout bezeichnet man das plötzliche völlige Versagen mit der Folge einer totalen Konfusion im Kopf. Der Aussetzer ist die Folge einer heftigen Angstreaktion in einer besonderen Stresssituation z. B. ein Bewerbungsgespräch oder eine Prüfung. Einfachste Dinge, die Sie bis vor kurzem beherrschten, sind wie ausgelöscht.

Blackout im Vorstellungsgespräch

Dieser Zustand der Schockstarre ist eine der größten Horrorvorstellungen wenn Bewerber an einen Einstellungstest oder eine Bewerbungsgespräch denken. Im Falle eines Blackouts gilt es erstmal Zeit zu gewinnen. Trinken Sie einen Schluck Wasser oder Kaffee und atmen kurz tief durch und zählen 21, 22, 23.

Vorwürfe nach dem Blackout

Wenn aber auch dann nichts klappt, fängt das Problem erst richtig an. Am schlimmsten sind die Vorwürfe und Fragen nach dem Blackout: „Wie konnte das passieren? Wieso schaffst du die Aufgabe nicht? Was machst du falsch?“

Reaktionen des Umfeldes auf den Blackout

Das Umfeld reagiert auch nicht immer so verständnisvoll wie notwendig oder gibt Tipps, die noch mehr Druck aufbauen. Lesen Sie Reaktionen auf einen Blackout im Vorstellungsgespräch können Sie in diesem Forum.

Mentaltraining bei Angst und Blackout

Die meisten Betroffenen sind ziemlich ratlos und zweifeln an sich und ihren Fähigkeiten. Das muss nicht so bleiben. Denn kommt es bei Ihnen häufiger unter Stress oder Drucksituationen zu Aussetzern können Sie sich professionelle Hilfe holen.

In mein Coaching zur Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch kam eine junge, 22-jährige Absolventin aus dem Bereich Betriebswirtschaft, die ganz kurzfristig einen Beratungstermin wollte. Sie hätte in drei Tagen ein wichtiges Vorstellungsgespräch. Da sie schon in einigen Gesprächen gescheitert sei, wolle sie sich jetzt durch professionelle Hilfe unterstützen lassen. Sie schilderte mir ihre Probleme mit Prüfungsangst sowie die Angst vor einem Blackout im Vorstellungsgespräch. Sie hatte immer mal wieder in als stressig empfundenen Prüfungen oder Gesprächen Aussetzer, die sie lahm legten. Die letzten Vorstellungsgespräche seien auch alle gescheitert.

Körperliche Auswirkungen des Blackouts

Ich ließ sie die körperlichen Reaktionen beschreiben. Es entstehe bei Angst oder Stress ein großer Druck im oberen Bereich des Kopfes, so als ob ein wildes Meer von Gedanken gegen die Außenwände des Schädels drücke. Sobald dieser Zustand eingetreten sei, könne sie keinen klaren Gedanken mehr fassen, sich auch nicht klar artikulieren.

Entstehungsgeschichte der Aussetzer

Die Klientin beschrieb, sie würde sich vor wichtigen Gesprächen immer wieder einreden du musst das schaffen, du musst das auf jeden Fall schaffen. Sie wiederhole diesen Satz immer wieder in ihrem Kopf. Nach und nach entständen ein großer Druck und eine innere Unruhe im Kopf, die mit einem sehr wilden stürmischen Meer zu vergleichen sei.

Mentaltraining zur Auflösung des Problems

Ausgehend von ihrem Bild des wilden Meeres starteten wir mit dem Mentaltraining. Ihr Ziel war es das stürmische Meer in eine ruhige See zu verwandeln Ich versetzte die Klientin in einen ruhigen Entspanungszustand, dann sollte sie das Meer vorstellen und es innerlich in die ruhige See verwandeln. Sie wählte dafür den Satz du schaffst das. Sie wiederholte in aller Ruhe innerlich diesen Satz und das Meer wurde immer ruhiger. Wir wiederholten diese Trainingssequenz mehrfach. Nach und nach fiel es ihr immer leichter das Meer zu beruhigen.

Im Anschluss daran, gingen wir Schritt für Schritt Stationen, an denen im Vorfeld des Vorstellungsgespräches, an denen innere Unruhe und Druck entstehen könnten durch. Sie musste sich die Situation bildlich vorstellen, die Stressgefühle wahrnehmen und immer wieder das stürmische Meer mit ihren Satz du schaffst das beruhigen. Das gelang ihr gut und sie fühlte sich sehr entspannt und gut auf das Vorstellungsgespräch vorbereitet.

Sie möchten mit Bewerbungstraining an der Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch arbeiten, dann lesen Sie weiter…

Karriereberatung: Jede Entscheidung ist ein Risiko

Meine Kunden bringen in die Karriereberatung Fragen rund um die eigene Karriereplanung mit. Bei einem jungen Doktoranden ging es im Coaching um die berufliche Entscheidung: Kündigen oder Bleiben.

Entscheidungen aufschieben: Normal!

Ganz menschlich ist es, sich vor schwierigen Entscheidungen mit weit reichenden Folgen zu drücken oder sie aufzuschieben. Mit jeder Entscheidung für etwas, schließen wir gleichzeitig die anderen Alternativen aus. Es besteht natürlich immer das Risiko einer Fehlentscheidung.

Unzufriedenheit mit der Arbeitsstelle

Mein Klient war sehr unzufrieden mit sich und seiner aktuellen Doktorandenstelle. Mache ich weiter wie bisher oder probiere ich etwas anderes? Die Entscheidung hier die Beendigung einer Doktorandenstelle hat natürlich Folgen. Einerseits sagte ihm sein Bauch, „kündige sofort diese Stelle!“ Sein Kopf sagt: „Nein, du brauchst Sicherheit, kannst erst kündigen, wenn du eine neue Stelle hast!“ Doch die neue Stelle ließ auf sich warten.

Wie sieht die Traumarbeitsstelle aus?

Die richtige Aufgabe, nette Kollegen und Spaß sind wichtige Kriterien bei der Jobsuche. Doch sind nicht immer alle Faktoren bei der neue Stelle anzutreffen. Damit eine gezielte berufliche Veränderung möglich ist, sollte man die Vorstellung von der neuen Herausforderung möglichst klar haben. Also Elemente des Jobs formulieren, die von Bedeutung sind.

Es gibt fünf zentrale Faktoren zur Bewertung eines neuen Jobs:
  1. Die Arbeitsaufgabe als elementarer Bestandteil des Berufsalltags
  2. Der Ruf eines Unternehmens, die Branche, Größe des Unternehmens
  3. Harte Faktoren: Titel, Aufstiegschancen, Fortbildungsoptionen, Bezahlung
  4. Arbeitsumfeld und Unternehmenskultur: Miteinander, Offenheit,  Integrität, Fehlertoleranz, das Team, die Führungskultur
  5. Kriterien für Arbeitszufriedenheit: Ausstattung und Einrichtung, Lage des Arbeitsplatzes, soziale Annehmlichkeiten

Auf meine Frage: Was seine Traumstelle sei, konnte der Doktorand nur sehr wage antworten. Selbst beim Abfragen der obigen Punkte, wurde es nicht klarer. Ich hatte den Eindruck, er konnte sich so konkret noch nicht damit beschäftigen. Viel wichtiger war sein Gefühl. Der Klient fühlte sich in dieser Situation vollkommen gefangen und war mit sich unzufrieden. Jede Veränderung egal in welche Richtung erschien ihm gefährlich. Aber auch der Verbleib schien unmöglich: Ein klassisches Dilemma.

Vorteile und Nachteile der beruflichen Veränderung

Im Coaching schauten uns genau die Optionen an. Jede hatte Vorteile, jede Nachteile. Immer, wenn sich die Waage in Richtung einer Seite neigte, gab es tausend Gründe, warum er das nicht angehen könne. Es entstand eine wahre Pattsituation. Erschwerend hinzukam: Alle möglichen Menschen warnten ihn vor jeder der beiden Möglichkeiten. Er wollte kein Risiko eingehen.

Wichtig: Wer den Weg geht, den andere für richtig ansehen, vergisst schnell seine eigenen Bedürfnisse und Wünsche.

Klärung und Entscheidung: Doch etwas zu riskieren!

Im nächsten Schritt stellte ich ihm drei Fragen, die wir systematisch abarbeiteten mit Kopf und Bauch. Die Fragen: 1. Was will beruflich? 2. Welches Risiko will ich eingehen? 3. Wie optimiere ich mein Selbstmarketing? Zuerst gab es eine klare Zieldefinition. Dann eine Aufstellung seiner aktuellen Tätigkeiten als Doktorand und eine Bewertung seiner Aufgaben bezogen auf das Ziel. Es wurde eine Risikominimierung durchgeführt, ein sowohl als auch erreicht.

Praktische Hilfen

Es gab praktische Hilfen beim Selbstmarketing und der Auswahl der zukünftigen Stellen. Mit einer mentalen Übung wurde zu jedem rationalen Aspekt auch der Bauch – sein Gefühl gefragt, wie es dazu steht. Ergebnis des ganzen Prozesses im Coaching war seine Aussage: Ich glaube, ich muss es einfach versuchen. Eine Entscheidung war gefallen: No risk no fun!

Sicher können wir auch Ihnen mit Karriereberatung oder Bewerbungscoaching helfen, hier geht es zu den Coaching-Angeboten...

Eigene Fragen im Vorstellungsgespräch stellen – was ist zu beachten?

Wer fragt, der führt: Eigene Fragen im Bewerbungsgespräch.

Neulich wurde ich im Bewerbertraining in einem Unternehmen als Bewerbungstrainer von einem Teilnehmer gefragt: „Darf ich eigene Fragen ich im Vorstellungsgespräch stellen?

Diese Frage entstand im Zusammenhang mit dem Training des Vorstellungsgespräches in der Gruppe. Wir übten das Bewerbungsgespräch. Jeder durfte als Arbeitgeber einem Bewerber eine Frage in einem simulierten Einstellungsgespräch stellen.

Wer im Bewerbungsgespräch auf die Frage „Haben Sie noch Fragen?“ mit „Nein“ antwortet, hinterlässt einen schlechten Eindruck. Der Bewerber wirkt desinteressiert oder unmotiviert.

Klassische eigene Fragen sind:

  • Wie läuft die Einarbeitung ab?
  • Wie groß ist das Team in der ich arbeiten werde?
  • Darf ich meinen Arbeitspatz sehen?
  • Welche Fortbildungsmöglichkeiten gibt es?
  • Welche Projekte stehen in der Abteilung an?
  • Mit welchen Abteilungen werde ich zusammenarbeiten?
  • Welche zusätzlichen Anforderungen sind wichtig?
  • Wurde die Stelle neu geschaffen?
  • Welche Aufstiegsmöglichkeiten bietet die Stelle

Doch nicht immer reicht es, erst am Ende diese Fragen zu stellen. Es kann im Gespräch eine Situation entstehen, bei der es sinnvoll ist, schon früher eigene Fragen zu stellen. Nötig ist es, um einen unklaren Sachverhalt zu klären. Das war bei einem der Seminarteilnehmer der Fall.

Ein 32-jähriger Mann mit der Doppelqualifikation als Industriekaufmann und Betriebswirt bekam folgende Frage vom Personaler gestellt: “Sind Sie zeitlich und räumlich flexibel?“ Bei ihm lief ein innerer Film ab. Denn er hatte schon einmal diese Frage mit „kein Problem“, beantwortet. Das Unternehmen erwartete daraufhin zusätzliche Überstunden und den Einsatz an zwei verschiedenen Standorten ohne ihn dafür zu entschädigen. Er sagte: “Wenn ich das gefragt werde, trete ich die Stelle nicht an. Da werde ich nur ausgebeutet. Das will ich nicht.“

In der Gruppe diskutierten wir, wie er seine Bedenken höflich ansprechen könnte. Es wurde verschiedene Ansätze von ihm ausprobiert, mit keinem war er zufrieden.

Als Bewerbungstrainer und Bewerbungscoach ist es meine Aufgabe, neben eigenen Erkenntnissen der Teilnehmer zuzulassen auch fachliche Tipps zu geben. Ich schlug dem Betriebswirt vor, er soll eine eigen Frage zur Klärung des Sachverhaltes stellen. Er fragte nach:“ Was bedeutet zeitliche und räumlich Flexibilität ganz praktisch für Sie? Gibt es eine aktuellen Anlass?“

Er war über die Antwort des Arbeitgebers überrascht, der ihm klar erklärte, „wir haben gerade zum Jahresende Auftragsspitzen, bei der Mehrarbeit erforderlich ist. Die Arbeitszeit wird Ihnen gut geschrieben und auf Wunsch auch finanziell ausgeglichen.“ Der Bewerber sagte, „bis jetzt habe ich immer alles akzeptiert und nie eigene Fragen gestellt. Das werde ich in Zukunft ändern. Vielen Dank für diesen Tipp.“

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Den Job wechseln: „Ich bin unzufrieden!“

Es gibt die unterschiedlichsten Gründe den Job zu wechseln und sich auf die Jobsuche zu begeben. Unzufriedenheit mit Kollegen oder Arbeitsinhalten sind Beweggründe. Fast jeder fünfte Mitarbeiter hat in den vergangenen zwölf Monaten wegen seines direkten Vorgesetzten daran gedacht zu kündigen.

Die Wechselbereitschaft der Mitarbeiter steigt

Die Bindung der Belegschaft an das Unternehmen sinkt. Der Wechsel der Arbeitsstelle ist einfacher als früher. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist gut. Fast zwei Drittel einer aktuellen Befragung rechnen sich gute bis sehr gute Chancen aus, schnell einen neuen Arbeitsplatz zu finden, sollten sie heute ihren Job verlieren.

Da denkt mancher Arbeitnehmer über einen Jobwechsel nach. Besonders, wenn er unzufrieden ist, bringt ein neuer Job in seiner Vorstellung die Lösung aller Probleme im Berufsalltag: “Der neue Chef lässt mir mehr Spielräume. Die neuen Kollegen verhalten sich empathisch und solidarisch. Die neuen Aufgaben sind spannend. Der Weg zur Arbeit ist näher. Die Bezahlung höher.“

Sorgt die berufliche Veränderung immer für mehr Zufriedenheit?

Diese berufliche Veränderung mag in vielen Fällen helfen und für mehr Zufriedenheit im Beruf sorgen. Doch bei den meisten Jobwechseln wird jedoch nicht der Idealzustand erreicht. Es erfolgt nach einiger Zeit die Ernüchterung. Konflikte mit Kollegen gibt es auch hier, der gute Chef wird ersetzt, das Aufgabengebiet wird nach einigen Monaten zur Routine.

Nehme ich meine Unzufriedenheit zum neuen Arbeitgeber mit?

Deshalb prüfe wer sich neu bindet – sich auf den Weg der beruflichen Veränderung macht. Im Karriere Coaching kam eine Klientin aus dem Bereich Qualitätsmanagement eines größeren Krankenhausträgers mit dem Problem der Unzufriedenheit zu mir.

Sie sei auf der Arbeit unzufrieden und deswegen suche sie eine neue berufliche Herausforderung. Sie hatte auch die Stellenanzeige mitgebracht. „Sie müsse nur dem zukünftigen Arbeitgeber erklären, warum sie jetzt nach 1,5 Jahren schon wieder ihre Stelle wechseln wolle. Den letzten Job hatte sie wegen einem sehr schwierigen Chef nach 2 Jahren zugunsten der neuen Arbeitsstelle aufgegeben.“

Die Wechselmotivation

Im Coaching fragte ich sie: Was treibt Sie aus der Stelle weg? Was zieht Sie an der neuen Stelle an?“ Darauf konnte sie nicht antworten. Sie wisse es nicht, sie sei einfach unzufrieden. „Die neue Stelle sei einfach neu, in einem anderen Arbeitsgebiet. Mehr falle ihr nicht dazu ein.“ Das wirkte alles sehr unausgegoren. „Was macht Sie auf der aktuellen Arbeit so unzufrieden.“ Auch darauf konnte nicht klar geantwortet werden. Nach einer mentalen Übung mit Visualisierung ihres Traumjobs stellte sich heraus, dass es den idealen Job nicht gibt. Auch beim Wunschjob gab es in der Imagination Dinge, die der Klientin gar nicht gefielen.

Mehr Zufriedenheit im Beruf

Die Zufriedenheit im Berufsleben hat meiner Erfahrung nach viel mit der inneren Einstellung zu tun. Aus welchem Blickwinkel oder Perspektive sehe ich auf die tägliche Arbeit. Das ist oft entscheidend neben rein faktisch schlechten Arbeitsbedingungen. Die Berufspraxis zeigt, es gibt einfach Aufgaben, die nicht gefallen, aber trotzdem gemacht werden müssen. Häufig tritt eine höhere Zufriedenheit ein, wenn die Möglichkeit besteht die Dinge auf seine eigene Art zu erledigen. Frank Sinatra singt schon „I did it my way.“

Berufliche Standortbestimmung

In der Karriereberatung gingen wir folgendermaßen vor: Die Klientin erhielt die Aufgabe eine Liste mit positiven und negativen Aspekten der momentanen Stelle zu erstellen. Diese Gegenüberstellung brachte den Durchbruch. Nach einer Gewichtung der einzelnen Punkte stellte sich heraus, dass fast 70% der Aspekte positiv sind. Bei den positivsten Gesichtspunkten überlegten wir gemeinsam, wie diese noch vergrößert werden könnten. Bei dem negativsten Aspekt, kamen wir auf eine Lösung, was sie ändern könnte.

Huch, vieles läuft besser als gedacht!

Die Klientin war überrascht. Bei genauerem Hinsehen erkannte sie, das allermeiste an meiner Arbeit läuft doch gut. Darüber war sie sehr überrascht. Ihre Zufriedenheit mit sich und dem Job stieg dadurch. Sie beschloss, mit der beruflichen Neuorientierung zu warten. Sie wollte alle neuen Optionen in der jetzigen Arbeitsstelle ausprobieren und testen, wie zufrieden sie werde. Danach könne sie immer noch über einen neuen Job nachdenken. Sie verließ sehr zufrieden das Coaching.

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Karriereberatung: Selbstmarketing für den Erfolg im Unternehmen

Tue Gutes und rede davon oder wie Sie positiv auf sich aufmerksam machen. Selbstmarketing bedeutet, persönliche Alleinstellungsmerkmale herauszufinden und diese an den richtigen Stellen zu kommunizieren.

Nicht nur die Leistung zählt!

Unsere Arbeitswelt ist eine Leistungsgesellschaft aber nicht nur. Sie ist auch eine Beziehungsgesellschaft: Einer IBM-Studie zufolge werden neue Stellen zu 60 Prozent über Beziehungen vermittelt, in nur zehn Prozent der Fälle war Leistung der Schlüssel zur neuen Arbeit.

Erfolg im Job durch gelungenes Selbstmarketing

Beruflicher Erfolg ist zu 30-50 Prozent eine Frage des gelungenen Selbstmarketings. Meistens ist das aber kein Selbstläufer. Ihr Chef hat die Macht, sie zu fördern oder links liegen zu lassen. Ihr Vorgesetzter bekommt mit, welche Leistungen Sie erbringen und wie groß Ihr Anteil am Erfolg der Abteilung oder des ganzen Unternehmens ist? Dann haben Sie vieles richtig gemacht.

Keiner sieht, was ich für das Unternehmen leiste!

Häufig geschieht aber folgendes, sie rackern sich ab. Holen Aufträge für die Firma herein, lösen komplizierte technische Probleme, umgarnen schwierige Kunden und keiner erfährt davon. Oder noch schlimmer, es wird als selbstverständlich angesehen und die Messlatte noch höher gelegt.

Was leiste ich fürs Unternehmen?

Der erste Schritt in die richtige Richtung: Die Selbsterkenntnis über den eigenen Wert fürs Unternehmen. In welchen Bereichen können Ihre Fähigkeiten besonders gut gebraucht werden? Was können Sie ergänzend dazu lernen?

Es gab mal eine schöne Fernsehwerbung für Handwerk. Eine schöne Vorher- Nachher-Geschichte. Da wurde anschaulich gezeigt, was alles geschehe, wenn es keine Handwerker gäbe. Spiegel fielen von der Wand, eine Dusche verschwand, es gab keine Heizung etc.

Stellen Sie sich die Frage: Was würde fehlen, was wäre anders, wenn es meine Arbeitsleistung nicht gäbe? Das kann recht erhellend sein.

Setzen Sie sich klare Ziele: Je konkreter Sie wissen, welche Positionen oder Aufgaben Sie anstreben, desto planvoller können Sie vorgehen. Auch ein wenig Selbstreflektion ist sinnvoll: Ist das berufliche Ziel mit meinen Fähigkeiten und Vorlieben zu vereinbaren?

Fünf grundlegende Tipps zum Selbstmarketing

1. Keine falsche Bescheidenheit

Wer Erfolg haben will, muss sich sicher sein, dass die eigenen Verdienste auch der eigenen Person zugeordnet werden. Werden Sie für Ihre Leistung gelobt, sollte Sie das annehmen – und Ihre Erfolge nicht in falscher Bescheidenheit relativieren.

2. Reporten Sie

Sie haben ein eigenes Projekt zu verantworten oder eine neue Aufgabe erhalten?
Verfassen Sie regelmäßig Zwischenberichte über Ihre Ergebnisse. Das hat den Vorteil, Sie selbst sehen, was Sie erreicht haben und Ihr direkter Chefs sieht, was Sie leisten.

3. Hören Sie in Meetings hören gut zu und stellen Zwischenfragen

Nutzen Sie die Möglichkeit den Prozess besser zu verstehen, ihn voranzutreiben und mit guten Ideen zu Lösungen beizutragen.

4. Helfen Sie anderen Kollegen

Dann haben Sie einen Gefallen offen und die Kollegen werden sich in der Regel bei passender Gelegenheit revanchieren. Wenn es ganz gut läuft erhalten Sie damit einen guten Ruf im Haus. Nur Vorsicht, dass Sie nicht als Leistungsreserve für die Kollegen ausgenutzt werden.

5. Kleider machen Leute - achten Sie Ihr Outfit

In der Regel sind Mitarbeiter und Nachwuchskräfte erfolgreicher, die sich angemessen kleiden. Achten Sie darauf, welches Outfit erfolgreiche Kollegen wählen. Passen Sie den eigenen Stil der Kleidung dahingehend an.

Sie möchten in der Karriereberatung an Ihrem eigenen Selbstmarketing arbeiten, dann lesen Sie weiter…

Coaching Bewerbungsgespräch: Du musst aber!

Sie erleben das Vorstellungsgespräch als Verhör? Sie fühlen sich hilflos und ausgeliefert? Sie treten als Bittsteller auf? Ihnen ist Ihr Wert nicht bewusst? Sie setzen sich stark unter Druck?

Eine Niederlage in einen Sieg zu verwandeln

Im Coaching kommen Klienten mit diesen ganz unterschiedlichen Fragen und Anliegen zu mir. Oft geht es darum eine alte Niederlage in einen Sieg zu verwandeln, also zum Beispiel im Vorstellungsgespräch nicht mehr zu Scheitern. Die Gründe für das Versagen im Bewerbungsgespräch sind vielfältig.

Das Scheitern im Vorstellungsgespräch ist vorprogrammiert?

In vielen Fällen ist das Scheitern durch bestimmte Einstellungen, Haltungen oder Kommunikationsformen vorprogrammiert. Denn das Jobinterview hat seine ganz eigenen Spielregeln. Es ist ein meist zielgerichtetes Gespräch zwischen Bewerber und Arbeitgeber. Beide Seiten sondieren, ob sie zusammen passen. Eine Begegnung der Gesprächspartner auf Augenhöhe ist am besten. Doch oft läuft es anders. Noch haben die Unternehmen in diesem Machtspiel die Nase vorne, doch in manchen Regionen, Branchen oder Berufen werden die Mitarbeiter knapp. Leider erfolgt nur von wenig Firmen ein Umdenken.

Umdenken der Bewerber: Den eigenen Wert kennen und nutzen

Auch die Kandidaten sollten jetzt umdenken, so wie eine Kundin von mir. Sie begann das Coaching, indem sie mir von einem katastrophal verlaufenen Vorstellungsgespräch und ihrer Unzufriedenheit mit der aktuellen Jobsituation erzählte. Im Bewerbungsgespräch hatte sie sich ähnlich wie im Job klein gemacht. Im Jobinterview trat sie wie eine Bittstellerin auf, das machte Ihr viel Stress, obwohl sie fachlich viel zu bieten hatte: Fünf Sprachen perfekt und 10 Jahre Berufserfahrung als Kundenbetreuerin für zwei Großunternehmen und das im Alter von Anfang 30. Außerdem hatte sie noch ein Studium vorzuweisen.

Was sind Sie fürs Unternehmen wert?

Auf meine Frage, ob ihr der Wert, den sie für eine Firma darstelle, bewusst sei, sagt sie: nein. Sie könne den Wert nicht spüren. Ich ermunterte Sie in einer mentalen Übung sich ihren Wert vorzustellen. Das brachte Erleichterung. Es war ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Des Bewerber größter Feind: Ist er selbst!

Daneben hatte Sie es noch mit zwei inneren Anteilen zu schaffen, die sich gegenseitig bekämpften. Der eine war der Antreiber: „Du bist nicht gut genug, du musst besser werden, du musst noch mehr lernen, du musst noch mehr üben“ – der andere: "Du bist gut, nimm das Leben leicht, sei authentisch, du kannst du, es kommt wie es kommt."

Nun ging es daran die beiden Anteile miteinander zu versöhnen. Es kristallisierte sich bei der Klientin die Erkenntnis heraus: Beide Anteile sind nützlich, doch der Anteil, der Druck macht, hat nichts im Vorstellungsgespräch zu suchen. Dieses Wissen war für sie sehr entlastend. Du musst nicht – du darfst. Sie kann damit das Bewerberinterview auf gleicher Augenhöhe führen, das war ihr Ziel bei der Auftragsklärung.

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Bewerbungscoaching: Kündigung - Schuld war die Liebe!

Frage im Bewerbungscoaching: Richtig bewerben nach Kündigung in der Probezeit, wie geht das?

Leben wir, um zu arbeiten? Oder arbeiten wir, um zu leben? Die Antworten auf diese beiden Fragen sind heute im Berufsleben aktueller denn je. Es gibt immer wieder Situationen im Leben eines Menschen, die Entscheidungen von ihm fordern. Je nachdem, wie er sich entscheidet, ändert sich das gesamte Leben in diese oder jene Richtung. Es hat Konsequenzen auf das gesamte Privatleben und das Berufsleben.

Neulich im Bewerbungscoaching hatte ich eine Klientin, die sich diesen Fragen und den Folgen stellen musste. Schuld an dem ganzen Dilemma war die Liebe.

Meine Kundin eine gute ausgebildete Marketingfachfrau hatte gerade ihren Traumjob als Head of Marketing bei einem großen Logistikkonzern in Dubai ergattert. Bis dahin hatte sie für verschiedene Unternehmen aus der Automobilbranche immer mit befristeten Verträgen gearbeitet.

Sie hatte mit diesem Karriereschritt ihr Berufsziel erreicht. Sie stellte sich die Frage, wie geht es mit mir persönlich weiter. Was ist mir die Partnerschaft mit meinem Freund in Deutschland wert? Gehe ich den nächsten Schritt in Richtung Familie?

Das war für sie ein Dilemma, denn beides ging nicht! In Dubai zu arbeiten und den Wunsch auf eine Familie in Deutschland zu haben. Was tun? Die Entscheidung fiel nicht leicht – doch sie entschied sich für die Liebe und kündigte nach vier Monaten noch in der Probezeit ihren Job. Menschlich ist das die richtige Entscheidung.

Doch wie sehen das Personaler oder Arbeitgeber? Ist die Bewerberin mit ihrer Entscheidung glaubwürdig? Wie gestaltet man die Unterlagen so, dass sie die Kompetenzen der Kandidatin widerspiegeln? Was muss am Lebenslauf geändert werden? Wie sollte die Bewerberin mit dieser Kündigung im Vorstellungsgespräch umgehen?

Alles Fragen, die wir gemeinsam im Bewerbungscoaching intensiv besprochen haben. Wichtig war für die Kundin, die Erkenntnis zu ihrer Entscheidung zu stehen und sich auf die Hochzeit und die Partnerschaft zu freuen. Bewerber die authentisch auftreten und auch im Anschreiben und Lebenslauf zu ihren Entscheidungen stehen, werden positiv aufgenommen. Denn wir alle arbeiten doch, um zu leben oder?

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Karriere Coaching: Den nächsten Karriereschritt wagen

Welcher Karrierecoach ist für mich der richtige? Was möchte ich mit dem Karriere Coaching erreichen? Möchte ich mich beruflich verändern? Oder intern im Unternehmen aufsteigen?

Diese Fragen treten häufiger in meiner Karriereberatung oder Karriere Coaching auf. Denn es geht meinen Kunden um die beste berufliche Lösung.

Berufliche Standortbestimmung

Zur Planung des nächsten Karriereschrittes ist eine Analyse des Ist-Zustandes nötig. Ein Überblick über die eigenen Ressourcen. Deswegen beginne ich das Coaching in der Regel mit einer beruflichen Standortbestimmung. Davon ausgehend wird eine berufliche Richtung ausgearbeitet. Also, was sind Stärken, worauf kann ich aufbauen, welchen Nutzen biete ich Unternehmen. Ein erstes Ziel kristallisiert sich heraus.

Ziele sind wie Magnete des Erfolges

Viele Arbeitnehmer wundern sich, warum es nicht mit der Karriere klappt. Meistens werden keine eindeutigen Ziele gesetzt. Wenn Sie Karriere machen wollen oder sich auf eine aussichtsreiche Position im Unternehmen bewerben, muss die Richtung klar sein. Wichtig: Karriere Coaching ist nur effektiv, wenn es ein festes Ziel verfolgt.

Dilemma: Was ist die beste Karrierechance?

Fast immer gibt es für den Karriereweg unterschiedliche Optionen. Die Auswahl der richtigen, bereitet den Betroffen Unbehagen und manchmal schlaflose Nächte. Die eine Wahl bedeutet mehr Freiheit, die andere mehr Sicherheit, die nächste mehr Risiko und höhere Abhängigkeit und und und.

Die Möglichkeiten sind oft vielfältig. Ein Dilemma entsteht. Oft versucht der Mensch die Entscheidung nur mit sich selbst auszumachen. Er ist aber mit seinem Blickwinkel begrenzt. Bestenfalls werden die Auswahlmöglichkeiten mit dem eigenen Partner besprochen. Der oder diejenige ist aber häufig zu nahe dran. Das große Ganze wird nicht überblickt. Auch fehlen meist die Erfahrung und das Wissen um berufliche Alternativen und Lösungswege.

An diesem Punkt kommt das Karriere Coaching oder die Karriereberatung durch einen Karrierecoach ins Spiel. Ein guter Berater unterstützt durch unterschiedliche Methoden den Entscheidungsprozess. Doch wie findet man einen geeigneten Karriereberater?

Wie wähle ich meinen Karrierecoach oder Karriereberater aus?

Sie sollten sich für die Auswahl folgende Fragen stellen:

  • Bietet der Coach mit seinem Fachwissen und Können das, was ich für das eigene Ziel brauche?
  • Wie viele Jahre Berufserfahrung hat er als Berater?
  • Benötige ich eher einen jüngeren Coach oder einen älteren mit einem breiten Erfahrungsschatz?

Beurteilen Sie die Karrierecoach auch nach Kriterien wie:

  • Coach gibt Denkanstösse
  • Coach hört zu und steuert durch Fragen
  • Coach versucht herauszufinden, was Sie möchten

Ein weiteres Indiz ist es, wenn ein Karrierecoach mehrere Methoden gelernt hat und damit verschiedene Vorgehensweisen anwenden kann. Auch Rückmeldungen von ehemaligen Kunden des Karriereberaters geben einen Aufschluss darüber, wie er arbeitet.

Neben den fachlichen Qualifikationen sollten Sie darauf achten, ob die persönliche Chemie stimmt. Egal wie kompetent ein Coach ist, die menschliche Ebene ist entscheidend. Bei der richtigen Wahl wird die Zusammenarbeit fruchtbar und bringt Sie persönlich und beruflich weiter.

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Befristungen bei Arbeitsstellen 2017 auf neuem Hoch

Befristungen sind nicht zukunftsweisend. Unternehmen zieht euch warm an: Der Generationenwechsel kommt.

Veraltetes Denken in den Führungsetagen

Einerseits herrscht in den Führungsetagen von Unternehmen ein veraltetes Denken. Nur kein Risiko eingehen, mehr Leistung aus den Beschäftigten durch Drohung von Arbeitslosigkeit herausholen. Wir befristen weiter! Die Fakten: „Die Zahl befristeter Jobs hat 2017 einen Rekordstand erreicht. Rund 3,15 Millionen der Beschäftigten hatten einen befristeten Arbeitsvertrag, teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am mit. Das entsprach einem Anteil von 8,3 Prozent.“

Mangelnde Sicherung von qualifiziertem Nachwuchs

Andererseits droht durch die mangelnde Sicherung von qualifiziertem Nachwuchs durch unbefristete Arbeitsplätze in den nächsten 5 Jahren eine Katastrophe für die Wirtschaft: Stimmen vermelden: “Der Generationswechsel wird für den Mittelstand zu einer zentralen Herausforderung. Der anstehende Generationswechsel im deutschen Mittelstand entwickelt sich laut einer KfW-Studie in wachsendem Maße zu einem Problem.“

Es wird eine Überalterung in den Unternehmen vollkommen ignoriert. Denn viele Manager und Führungskräfte erreichen langsam, die Altersgrenze. 53 Prozent aller Manager in Deutschland sind bereits über 50 Jahre alt. Was zur Konsequenz hat, dass sie sich in absehbarer Zeit aus dem Arbeitsleben verabschieden dürften. Zum anderen rücken im Schnitt gerade einmal 22 Prozent der Nachwuchskräfte nach.

Nach mir die Sintflut

Es entsteht in absehbarer Zeit eine Beschäftigungslücke. Doch fast alle Großunternehmen und Mittelständler verschließen davor die Augen. Sie bleiben bei der bewährten Methode aus den fetten Zeiten, des Überflusses an gut qualifizierten und preiswerten Arbeitskräften. Also weiter Befristungen und nach mir die Sintflut.

Auf zu neuen Ufern? Nö!

Auch die Arbeitnehmer verharren im alten Muster. Ich darf mich nicht rühren, nicht mehr Gehalt fordern. Diese Zeiten sind bald vorbei. In Zukunft werden sich die Arbeitgeber bei den Nachwuchskräften bewerben. Sie werden die Fachkräfte auch durch langfristige Arbeitsverträge mit langen Kündigungsfristen binden wollen, aber noch nicht jetzt. But, times are changin´.

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Bewerbung: Für Azubis fällt Bewerbungsschreiben weg!

Verschwindet das Bewerbungsanschreiben komplett aus der Bewerbung?

Nicht für alle, sondern nur für die neuen Azubis der Deutschen Bahn, fällt mit dem nächsten Ausbildungsjahr die Forderung nach einem Bewerbungsschreiben oder Motivationsschreiben weg.

Die Anforderungen an die potentiellen Auszubildenden seien mit dem Anschreiben bei der Bewerbung zu hoch. Viele würden abgeschreckt, man wolle die Hürden senken. Hintergrund ist ein immer deutlich werdender Fachkräftemangel und die Sorge um geeigneten Nachwuchs beim Staatsbetrieb.

Wenn sich das Weglassen des Anschreibens als Wettbewerbsvorteil beim Kampf um den Nachwuchs herausstellen sollte, könnte es Nachahmer geben. Damit würde eine kleine Revolution auf dem Bewerbermarkt ausgelöst.

Denn nichts fällt den Bewerbern so schwer, wie die Formulierung der eigenen Motivation und Erfahrungen im Anschreiben. Viele quälen sich regelrecht mit dem Bewerbungsschreiben. Was hat man nicht alles für Tipps zum richtigen Bewerbungsschreiben im Internet gelesen – oftmals widersprüchlich oder zu abstrakt. Für die Mehrzahl der Auszubildenden wäre der Wegfall des Anschreibens eine Verbesserung.

Die Personalabteilung der Deutschen Bahn meinte, „wir prüfen die Motivation zusätzlich im Vorstellungsgespräch.“ Wird jetzt damit das Bewerbungsgespräch aufgerüstet? Muss sich der zukünftige Auszubildende nun noch besser darauf vorbereiten. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch!

Doch nun können sich die Bewerber um eine Ausbildungsstelle bei der Deutschen Bahn für das Ausbildungsjahr 2019 freuen. Eine kleine Erleichterung durch den Verzicht auf ein Anschreiben. Trotzdem wird die Bahn alleine damit keinen Wendepunkt beim demografischen Wandel schaffen. Dazu sind noch weitere Maßnahmen notwendig.

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Bewerbertraining: Letzte Bewerbung vor 18 Jahren geschrieben

Bewerbungstraining zum Start der beruflichen Neuorientierung

Firmen schließen Standorte oder verlagern Niederlassungen. Mitarbeiter müssen sich neue Jobs suchen, sich bewerben. Von diesen Unternehmen werde ich als Bewerbungstrainer mit Bewerbungstraining am Standort beauftragt. Ziel ist es, die gekündigten Mitarbeiter, fit für die Bewerbung und das Bewerbungsgespräch zu machen.

Bewerbertraining ist für Mitarbeiter, die sich längere Zeit nicht mehr beworben haben, besonders sinnvoll. Das hat sich bei meinem letzten Training in einem Unternehmen in Hilden wieder deutlich gezeigt. An dem Seminar nahmen mehrere Mitarbeiter teil, die sich seit 14-18 Jahren nicht mehr beworben hatten.

Eine Teilnehmerin erzählte mir diese Geschichte: „Ich dachte, du musst dich jetzt mit der Bewerbung beschäftigen. Dann bin ich los und habe mir eine Tageszeitung gekauft. Denn ich wollte nach Stellen suchen. Leider habe ich festgestellt, in der Zeitung waren fast keine Anzeigen mehr. Es wurde mir bewusst, es hat sich viel geändert. Das letzte Mal habe ich mich vor 18 Jahren beworben.“

Jetzt gab es kein Halten mehr. Ich wurde mit Fragen bombardiert. "Wo suche ich im Internet nach Stellen? Was sind die besten Jobbörsen? Wie suche ich nach Jobs?"

Jobsuche mit unterschiedlichen Berufsbezeichnungen

Meine Antworten: „Als erstes überlegen Sie, nach welchen Berufsbezeichnungen Sie suchen wollen?“

Es werden von Unternehmen unterschiedliche Berufsbezeichnungen für die gleichen Tätigkeiten benutzt. Nehmen wir zum Beispiel den Beruf Exportsachbearbeiterin. Es gibt verschiedene Bezeichnungen, unter denen Sie suchen können: Import- und Exportsachbearbeiterin, Mitarbeiter Auftragsabwicklung Export, Sachbearbeiter Auftragsmanagement Export, Exportkauffrau oder Industriekauffrau oder Sachbearbeiter Customer Service Export.

Schulungsteilnehmer: „Das ist aber kompliziert. Es ist mir klar geworden, dass ich heutzutage für die Stellensuche mehr Zeit benötige als früher.“

Bewerbungstrainer: „Im nächsten Schritt geht es zur Jobsuche. Am besten arbeiten Sie mit Metasuchmaschinen. Diese Suchmaschinen ermöglichen es Ihnen, viele Stellenbörsen gleichzeitig durchzusuchen. Dies hat den Vorteil, dass Sie schnell eine Übersicht über die Online-Stellenangebote bekommen.“

Jobbörsen - Metasuchmaschinen

Bekannte Metasuchmaschinen sind:

  1. www.icjobs.de
  2. www.kimeta.de
  3. www.jobrobot.de
  4. www.jobanova.de
  5. www.careerjet.de
  6. www.jobrapido.de
  7. www.indeed.de

Bewerbungsarten

„Auf welchem Weg bewerbe ich mich richtig? Ich habe gehört Bewerbungsmappen sind out.“

Bewerbung mit Bewerbungsmappe

Es gibt 3 gängige Bewerbungsarten. Die klassische Bewerbung mit Bewerbungsmappe per Post. Die stirbt aus.

Online-Bewerbung per E-Mail

Die Online-Bewerbung, bei der alle Bewerbungsunterlagen inklusive Zeugnisse in einer Datei zusammengefasst werden. Diese Datei wird in eine PDF umgewandelt und als Anhang an eine Bewerbungsemailadresse der Firma verschickt. Es ist auf die Dateigröße zu achten. Es sollten nicht mehr als 6 MB sein.

Bewerbung über ein Bewerbungsportal

Bei großen Unternehmen immer beliebter, wird die Bewerbung über ein Bewerbungsportal. Der Bewerber muss sich registrieren. Im nächsten Schritt trägt er nach Vorgaben des Portals die gewünschten Daten ein. Er lädt Lebenslauf, Anschreiben, Bewerbungsfoto und Arbeitszeugnisse hoch. Wichtig: Den Benutzernamen und Passwort notieren.

Wie starte ich mein Bewerbungsschreiben?

„Früher habe ich immer geschrieben: Mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige im XY-Anzeiger gelesen und möchte mich darauf bewerben. Macht man das nicht mehr so?“

"Nein, Sie müssen einen direkten Bezug zu den Aufgaben und Ihrer Berufserfahrung herstellen. Ein Beispiel: Europa-Sekretärin mit über 10-jähriger Erfahrung in Verwaltung, Organisation und Umgang mit Kunden, möchte gern Ihr Team mit Ihren Fachkompetenzen verstärken!"

Aufbau vom Lebenslauf

Die nächsten Fragen der potentiellen Bewerber drehten sich um den Lebenslauf. „Wie wird heute ein Lebenslauf aufgebaut? Was gehört alles in den Lebenslauf? Was mache ich mit dem Bewerbungsfoto?“

Wenn Sie den Lebenslauf schreiben, benötigen Sie eine übersichtliche Struktur. Standard ist der tabellarische Lebenslauf. Der Briefkopf mit den Kontaktdaten kommt zuerst. Es folgen Geburtsdatum und Geburtsort sowie Familienstand.

Die einzelnen Erfahrungsbereiche werden durch Überschriften gegliedert. Üblich sind diese Bereiche:

  1. Persönliche Angaben
  2. Berufserfahrung
  3. Fortbildungen
  4. Praktika
  5. Auslandserfahrung
  6. Nebentätigkeiten
  7. Studium
  8. Ausbildung
  9. Schule
  10. Qualifikationen: Sprachen und IT-Kenntnisse...

Die Zeiten werden in eine Spalten ganz links geschrieben. Üblich ist die Schreibweise in Monaten: 02/2010 – 06/2018. Es folgen in einer mittleren Spalte die Berufsbezeichnung, der Firmenname und der Ort. Darunter werden 3-5 Aufgaben aus dem Berufsalltag aufgelistet.

Außerdem wird der Lebenslauf nicht mehr chronologisch aufgebaut mit Schule Ausbildung Studium und Berufstätigkeit. Es wird nach amerikanischem Muster verfahren. Die Gliederung im Lebenslauf beginnt mit der Berufserfahrung / Berufstätigkeit. Die zeitlich aktuellste Stelle kommt nach oben. Ähnlich wird bei den anderen Rubriken verfahren. Das digitale Bewerbungsfoto kommt rechts oben auf den Lebenslauf oder auf ein separates Deckblatt.

„Das ist aber ganz anders, als ich es noch von früher kenne," meint eine Teilnehmerin des Seminars. "Wir haben mit Jahreszahlen gearbeitet. Aufgaben wurden gar nicht aufgeführt.“

Die Zeiten haben sich geändert. Die Unternehmen möchten die Bewerber besser einschätzen können. Deswegen sind mehr Informationen im Lebenslauf für den Bewerbungserfolg nötig.

Alle Teilnehmer des Bewerbungstrainings haben sich bei mir als Bewerbungstrainer recht herzlich bedankt. Sie hätten viele wertvolle Informationen rund um die Bewerbung erhalten. Sie müssten jetzt umdenken und sich an die geänderten Herausforderungen anpassen. Mein Training habe ihnen beim ersten Schritt in Richtung berufliche Neuorientierung geholfen.

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Bewerbungscoaching: Wie bewerbe ich mich richtig? Fragen und Antworten!

Wie entstand Bewerbungscoaching? Was können Sie von einem Bewerbungscoach erwarten?

Die Bezeichnungen Bewerbungscoaching oder Bewerbungscoach gibt es noch gar nicht so lange. Diese neue Dienstleistung ist Ende der 90-iger Jahre entstanden, als Deutschland wirtschaftlich schlecht da stand.

Weniger Jobs - immer perfektere Bewerbungen!

Immer mehr Arbeitnehmer bewarben sich auf immer weniger Jobs. Der Aufbau und das Design einer perfekten Bewerbung, der gesamten Bewerbungsunterlagen bekam eine größere Bedeutung. Man musste mit der eigenen Bewerbung, dem Lebenslauf herausstechen, um einen der begehrten Arbeitsplätze zu erringen. Das Bewerbung schreiben wurde schwieriger.

Unternehmen gegenüber Bewerbern immer anspruchsvoller

Die Unternehmen und speziell die Personaler wurden bei der Auswahl der Bewerber und der Bewerbungen anspruchvoller. Sie konnten aus einer großen Anzahl von Kandidaten und Qualifikationen auswählen. Absolventen, die Auslandserfahrung vorweisen konnten, hatten damals die Nase vorne. Das sprach sich schnell herum. Bald hatten viele Studierende ein Auslandssemester vorzuweisen.

Neue Bewerbungsstandards entstanden

Nach und nach entstanden rund um die Bewerbung und den Lebenslauf neue Standards. Der Lebenslauf wurde plötzlich umgekehrt chronologisch erwartet. Es wurden der Berufstätigkeit Aufgaben zugeordnet. Das Bewerbungsfoto wurde immer größer. Ein Deckblatt wurde vor den Lebenslauf gestellt. Führungskräfte nannten den Lebenslauf jetzt CV – Curriculum Vitae. Das Anschreiben, auch Bewerbungsschreiben genannt, verwandelte sich in einen Werbebrief oder es wurden Motivationsschreiben gefordert.

Die Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch wurde aufwendiger

Die Anforderungen im Vorstellungsgespräch stiegen. Es gab ein zweites oder sogar drittes Vorstellungsgespräch. Es bürgerte sich ein, im Bewerbungsgespräch, Fragen nach Stärken und Schwächen neben den Fachfragen zu stellen. Der Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch wurde ein höherer Stellenwert eingeräumt.

Kündigungen und Entlassungen wurden einfacher

Mitarbeitern und Managern wurde schneller gekündigt. Es gab einen neuen Sprachgebrauch für die Kündigung oder Entlassung. Es hieß jetzt: Mitarbeiter oder Führungskräfte werden frei gestellt.

Kündigungen wurden normaler. Mehr Bewerber hatte Lücken im Lebenslauf oder häufiger neue Arbeitgeber. Die Lebensläufe wurden länger, denn sie mussten jetzt aussagekräftig sein. Berufskarrieren mit 30 Jahren Zugehörigkeit zum Unternehmen wurden seltener. Seit 2000 gab es mehr befristete Arbeitsverträge.

Es wurde von Führungskräften gesagt: „Ich suche eine neue berufliche Herausforderung oder ich befinde mich in einer Phase der beruflichen Neuorientierung, Umorientierung."

Jobsuche im Internet und neue Online-Stellenmärkte und entstanden

Dazu kam das Internet mit seinen neuen Möglichkeiten der Jobsuche über Online Jobbörsen und Stellenmärkte. Es war nun leichter und schwer zugleich, sich zu bewerben. Alles ging schneller. Die Jobsuche wurde durch den rapiden Zuwachs an Online-Stellenbörsen unübersichtlicher.

Neu: kostenlose Bewerbungstipps, Bewerbungsratgeber im Web

Früher musste man sich ein Fachbuch über Bewerbung kaufen. Jetzt gab es erste kostenlose Bewerbungstipps und Bewerbungsratgeber im Web. Diese widersprachen sich und verwirrten die Arbeitnehmer. Bewerbungen wurden nicht mehr, wie früher nur als Bewerbungsmappe versandt, sondern per E-Mail.

Das Bewerben wurde "eigene Wissenschaft"

Die Bewerbung und das Vorstellungsgespräch wurden für die meisten Stellensuchenden, ähnlich wie das Steuerrecht, zu einer eigenständigen Wissenschaft. Vom einzelnen Bewerber wurde immer mehr gefordert und die Arbeitgeber bei der Kandidatenauswahl immer anspruchsvoller.

Viele Bewerber mit der Bewerbungssituation überfordert

Viele Bewerber waren und sind immer noch mit diesen Entwicklungen auf dem heutigen Arbeitsmarkt überfordert. Aktuell kommt die Entwicklung hin zur Social Media Bewerbung über Portale wie Xing oder LinkedIn hinzu. Daneben laden Bewerber den Lebenslauf und die Arbeitszeugnisse in Bewerbungsportale von Jobbörsen und hoffen von Personalern gefunden zu werden.

Coaching kam immer mehr in Mode

Parallel zu der Aufrüstung bei der Bewerbung, kam aus Amerika der Begriff des Coaching immer mehr in Mode. Im Coaching werden im Unterschied zur klassischen Beratung keine direkten Lösungsvorschläge durch den Coach geliefert. Es wird die Entwicklung eigener Lösungen des Klienten begleitet.

Symbiose von Bewerbung & Coaching zu Bewerbungscoaching

Die beiden Worte Bewerbung und Coaching gingen eine Verbindung ein. Daraus entstanden: Bewerbungscoach und Bewerbungscoaching, also der Berater, der Beratung rund um das Bewerben anbietet. Ein neuer Beruf war geboren.

Tipp: Wenn Sie Hilfe rund um Bewerbung, Vorstellungsgespräch  suchen, sollten Sie bei der Suche nach einem professionellem Bewerbungscoaching, alternativ die Begriffe Bewerbungshilfe, Bewerbungsberatung, Bewerbungstraining, Karriereberatung, Karriere Coaching, Job Coaching, Bewerbertraining oder Bewerber Coaching benutzen. Dann finden Sie sicher den richtigen Coach.

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Das müssen Bewerber bei der Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch beachten

Tipps, wie Sie sich perfekt auf Fragen und Antworten im Vorstellungsgespräch vorbereiten.

Die Einladung zum Vorstellungsgespräch liegt Ihnen als Kandidat vor. Werden Sie nervös, wenn Sie an Ihr Bewerbungsgespräch denken? Das ist nachvollziehbar. Denn das Einstellungsgespräch ist für viele Bewerber eine große kommunikative Herausforderung.

Da ist eine gute Vorbereitung genau richtig, damit Sie sich im Gespräch sicher fühlen. Doch wie bereiten Sie sich effektiv vor?

Die Kleidung – das richtige Outfit

Die richtige Kleidung spielt beim Bewerbungsgespräch eine wichtige Rolle. Mit dem Outfit zeigen Sie, dass Sie die Branche kennen und ins Unternehmen passen. Bei einer Studie beim amerikanischen Militär kam heraus, die Offiziersanwärter, die sich dem nächsten Dienstgrad am stärksten anpassten, wurden am schnellsten befördert.

Organisatorisches – Anfahrt

Ganz klar, pünktlich sein ist in Deutschland enorm wichtig. Daher bei den Fahrzeiten einen Puffer planen. Auf einem ordentlichen Notizblock, eigene Fragen formulieren und einen kompletten Satz der Bewerbungsunterlagen mitnehmen.

Der Arbeitgeber und die Gesprächspartner einschätzen

Am Anfang der Vorbereitung sammeln Sie Informationen. Informieren Sie sich über das Unternehmen, das Tätigkeitsfeld und die Gesprächspartner. Durchsuchen Sie die Webseite der Firma, googeln Sie die Namen der Ansprechpartner, suchen Sie diese auf XING oder LinkedIn. Wenn Sie Fotos der Beteiligten finden, überlegen Sie, wie die Gesprächspartner auf Sie wirken. Das gibt Sicherheit.

Die Gesprächsinhalte vorbereiten

Im nächsten Schritt wird das Vorstellungsgespräch inhaltlich vorbereitet. Nehmen Sie sich die Stellenanzeige vor. Welche der Aufgaben haben Sie durchgeführt? Schauen Sie in Ihr Anschreiben. Was haben Sie geschrieben? Was sagt Ihr Lebenslauf über Ihre Berufserfahrung aus? Welche Punkte stimmen mit den Anforderungen aus der Stellenbeschreibung überein? Denken Sie über konkrete Beispiele aus Ihrer Berufspraxis nach. Denn nichts macht ein Bewerbungsgespräch lebendiger als praktische Beispiele. Daran kann jeder Personaler erkennen, was Sie an Know-how mitbringen.

Die Selbstpräsentation des beruflichen Werdegangs

Nachdem die Firma sich präsentiert hat, wird der Personaler Sie auffordern sich vorzustellen? Die Frage kann so lauten: "Erzählen Sie doch etwas über sich! Oder würden Sie sich uns kurz persönlich vorstellen?" Diese Präsentation ist der Dreh- und Angelpunkt des gesamten Bewerbungsgespräches. Sinnvoll ist es, seinen Lebenslauf genau anzusehen. Bei der Selbstpräsentation macht es, bei längerer Berufserfahrung Sinn, inhaltliche Schwerpunkte zu setzen. Das bedeutet: Nur die wichtigsten Stationen nennen. Von Vorteil ist es, Aufgaben aus der Stellenanzeige anzuführen.

Die mentale Einstellung und Körpersignale

Manche Bewerber strahlen unbewusst negative Signale aus - Langeweile, Desinteresse, Angst. Die Auswirkungen auf die Gesprächsteilnehmer sind nicht zu unterschätzen. Nach dem Training eines Bewerbungsgespräches, teilte mir ein Kunde seine Erkenntnis mit. „Was ich über mich denke, denkt der Personaler über mich. Wenn ich von mir ehrlich überzeugt bin, hat das Auswirkungen auf mein Gegenüber.“ Diese Aussage habe ich häufiger von Kunden gehört.

Fragen fürs Vorstellungsgespräch vorbereiten

Das Einstellungsgespräch wird vom Arbeitgeber geführt, um den potentiellen Mitarbeiter fachlich und als Mensch besser einschätzen zu können. Dazu wird er Fragen stellen. Was antworten Sie auf diese Fragen? Die  häufigsten sind:

  1. Erzählen Sie mir etwas über sich.
  2. Warum haben Sie sich bei uns beworben?
  3. Warum möchten Sie wechseln?
  4. Was wissen Sie über unser Unternehmen?
  5. Warum sollen wir Sie einstellen?

Die Kommunikation üben

Das Vorstellungsgespräch wird häufig emotional stark aufgeladen. Der Bewerber macht sich Druck. Diese Stelle muss es sein. Manchmal endet das in einem kurzen Blackout oder einer Sprechblockade. Menschen gewinnen Sicherheit durch Übung. Damit der Druck abgebaut wird, hat es sich bewährt, den Ablauf und das Vorstellungsgespräch zu üben.

Positiv ist es, sich gute Formulierungen auszudenken und auszusprechen. So lernen Sie die eigene Kommunikation kennen. Am besten ist die Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch durch ein Rollenspiel mit einer Videoaufnahme bei einem professionellen Bewerbungstrainer. Sie erhalten Feedback über Ihre Körperhaltung und Gesprächsführung. Sie nehmen wahr, wie Sie wirken.

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Lebenslauf schreiben: Karrierekiller oder Karrierekick?

Der Lebenslauf ist das wichtigste Dokument in der Bewerbung. Das haben mir viele Personaler in Gesprächen bestätigt. Wie ist ein Lebenslauf aufgebaut?

Aufbau

Im Kopf des Lebenslaufes befinden sich alle persönlichen Angaben wie Vorname, Nachname, Geburtstag und Ort, Familienstand und Staatsangehörigkeit. Empfehlung: Die Kontaktdaten wie Adresse, Telefon oder E-Mail in einen eigenen Briefkopf einarbeiten.

Der tabellarische Lebenslauf ist übersichtlich und klar strukturiert. Das bedeutet, die Schulzeit, Zeiten von Ausbildung, Studium, Fortbildung und Berufstätigkeit in Form einer Tabelle auflisten. Dadurch zeichnet sich ein berufliches Profil vom Bewerber ab. Das ermöglichst es, einem Personaler schnell eine Einschätzung der Erfahrungen und Qualifikationen.

Bedeutsam: Den Lebenslauf gliedern

Eine übliche Form der Gliederung durch Überschriften ist folgende:

  1. Persönliche Angaben
  2. Berufserfahrung
  3. Fortbildungen
  4. Praktika
  5. Auslandserfahrung
  6. Nebentätigkeiten
  7. Studium
  8. Ausbildung
  9. Schule
  10. Qualifikationen: Sprachen und IT-Kenntnisse...

Wenn bestimmte Rubriken nicht zutreffen, lassen Sie diese weg. Standard ist es, die Daten auf der linken Seite des tabellarischen Lebenslaufes aufzuführen.

Die Daten führen Sie von der neuesten Position bis zu ältesten auf. Die Berufstätigkeit wird so beschreiben: Zuerst die aktuelle Berufsbezeichnung, dann der Firmenname und zuletzt der Ort.

Ein Beispiel:

Berufserfahrung

09/2008 - heute           Projektingenieur, Phantom GmbH, Köln
02/2002 - 08/2008       Ingenieur für Werkstofftechnik, TOP-Dienstleistung GmbH, Köln

Lebenslauf schreiben: Das Wichtigste zuerst

Personaler müssen teilweise hunderte von Bewerbungen sichten und auswählen. Sie nehmen sich maximal 1-2 Minuten für die Vorauswahl Zeit. Wer nicht positiv auffällt, hat verloren. Das bedeutet für Sie: Das Wesentliche im Lebenslauf muss sofort ins Auge springen. Doch, was sind die wesentlichen Informationen?

Wesentliche Informationen für den Personaler

Einen ersten Hinweis erhalten wir durch den Blick in die Stellenanzeige. Meistens sind die Stellenangebote gegliedert. Die wichtigsten Absätze, um dem Lebenslauf mehr Kontur zu verleihen, sind Aufgaben und Profil. Darin werden die Erwartungen des Unternehmens an den zukünftigen Mitarbeiter formuliert.

Tätigkeitsmerkmale im beruflichen Werdegang

Sie unterstützen Ihre Berufsprofil neben den Angaben zur Berufsbezeichnung mit Ihren Aufgabenschwerpunkten. Es ist ratsam, die Berufsbezeichnung aus der Anzeige zu nehmen. Das schafft eine Verbindung zum Personaler und seinen „Suchbegriffen“

Welche Informationen sind für den Personaler relevant?

Zuerst schauen Sie in die letzten Zeugnisse. Das ist eine gute Vorgehensweise, um relevanten Daten zu erfassen. Im nächsten Schritt, sehen Sie sich die Aufgabenbeschreibung der Stellenanzeige genauer an. Jetzt werden die gesammelten Tätigkeitsmerkmale den passenden Berufsstationen im Lebenslauf zugeordnet. Der Personaler kann sich schnell ein gutes Bild über Ihren beruflichen Werdegang machen kann.

Hier ein Beispiel:

09/2008 - heute Projektingenieur, Phantom GmbH, Köln

  • Projektplanung zur Festlegung der Arbeitsabläufe auf Basis von Kundenspezifikationen
  • Erstellung von Projektkalkulationen und Prüfung der Kundenspezifikation in der Angebotsphase

02/2002 - 08/2008 Ingenieur für Werkstofftechnik, TOP-Dienstleistung GmbH, Köln

  • Ansprechpartner für spezielle Prozesse der Oberflächentechnik
  • Lösung werkstofftechnischer Probleme und Beratung der Kunden in allen Fragen der Werkstofftechnik mit Schwerpunkt auf Kunststoffe

Weniger ist mehr: Vier Seiten Fortbildungen sind zuviel. Ebenso 10 Tätigkeitsmerkmale. Alles, was von Ihren Kernkompetenzen ablenkt, hat nichts im Lebenslauf zu suchen.

Nicht vergessen: Ein professionelles Design, perfektes Layout und ein gutes Fotos sind selbstverständlich. Wenn Sie meine Tipps anwenden, achten Sie darauf, den Lebenslauf an das jeweiligen Zielunternehmen anzupassen. Und nun viel Erfolg!

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Berufliche Neuorientierung - der Karriereschritt ins Unbekannte?

Der erste Schritt zur beruflichen Veränderung und Neuorientierung

Sie denken ernsthaft über eine berufliche Neuorientierung nach. Sie möchten einen Schritt weiter auf der Karriereleiter kommen? Da sind Sie nicht alleine. Etwa ein Fünftel der Arbeitnehmer sind unzufrieden mit ihrem Arbeitgeber. Aber die Art und Weise der beruflichen Veränderung hängt stark von der Person und deren Charakterstruktur ab.

Es gibt immer zwei Pole: das Sicherheitsbedürfnis einerseits - die Lust am Abenteuer andererseits. Das Sicherheitsbedürfnis und die Abenteuerlust sind bei jedem Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt. So geht jeder die Neuorientierung anders an.

Einer strebt spontan den vermeintlichen Traumjob an. Ein anderer informiert sich über Chancen und Risiken und überlegt in welchem Umfeld er arbeiten will. Die Motivation sich beruflich zu verändern, sollte den Menschen eher zu einer Tätigkeit hin ziehen, als nur vom aktuellen Job weg treiben. In der Regel gibt es zwei große Motivatoren: Entweder ist der Leidensdruck im alten Beruf sehr hoch oder die Leidenschaft für den neuen Job sehr groß.

Beantworten Sie zur Klärung folgende Fragen:

  • Wie lange sind Sie schon unzufrieden?
  • Haben die Gründe mit dem Chef, den Kollegen oder den Aufgaben zu tun?
  • Welche Perspektiven haben Sie im aktuellen Unternehmen?
  • Was reizt Sie an einer neuen Aufgabe?
  • Welche Erfahrungen bringen Sie dafür mit?

Statistisch gesehen, ist Grund Nummer eins für einen Jobwechsel die Perspektivlosigkeit oder eine Kündigung durch den Arbeitgeber. Wenn Sie das Gefühl haben, auf der Stelle zu treten und Sie keinerlei Aufstiegsmöglichkeiten im Unternehmen sehen, macht ein Jobwechsel Sinn.

Radikale berufliche Veränderungen, wie aus den Medien bekannt, also vom Banker zum Ökobauern, vom Zahnarzt zum Tauchlehrer oder von der Designerin zur Kapitänin sind eher selten. Die großen Umschwünge benötigen einiges an Vorlaufzeit, finanziellen Reserven, Lernbereitschaft, Durchhaltevermögen und neue Ausbildungen.

Aber es gibt auch kleinere berufliche Veränderungen. Der gleiche Job bei reduzierter Arbeitszeit oder in einer anderen Firma, einem anderen Team, in einer anderen Stadt. Auch das sind nicht zu unterschätzende neue beruflichen Herausforderungen.

Im Mittelpunkt der beruflichen Umorientierung stehen immer die Fragen: "Was will ich?", "Was kann ich?" "Was bin ich bereit zu riskieren?" "Was bin ich bereit zu investieren?" "Worauf kann ich verzichten?" Darauf gilt es eine individuelle Antwort zu finden. Denn viele wollen hoch hinaus, sind aber nicht bereit, Zeit, Geld und Kraft zu investieren.

Natürlich kann die berufliche Veränderung auch Angst machen. Gegen Ängste vor dem Unbekannten ist mentales Training oder Hypnose ein probates Mittel.

Man kann sich den Prozess der Umorientierung so vorstellen, wie wenn man einen Fluss überqueren möchte und noch nicht weis wie. Da überlegt man auch, welche Möglichkeiten gibt es einen Fluss zu überqueren. Welche Risiken sind damit verbunden und welche Möglichkeiten stehen mir persönlich zur Verfügung. Doch je konkreter die Umsetzungsstrategie wird, desto klarer wird auch der Weg zur anderen Seite.

Wenn eine größere Veränderung ansteht, gibt es Hilfe von Außen.Dann bietet es sich schon an, einen Karriereberater zu Rate zu ziehen. Der Karrierecoach begleitet Sie beim Prozess der Jobsuche und Veränderung. In der Regel gibt es eine Analyse Ihrer Stärken, Ihrer Erfolge, Ihrer Ziele und Ihrer Zielunternehmen. Es wird ein Berufsprofil erstellt und der Lebenslauf wird auf entscheidungsrelevante Informationen zusammengefasst.

Fragen zur Entscheidung, ob eine Umorientierung ansteht:

  • Was können Sie am besten?
  • Was macht Ihnen am meisten Spaß?
  • Welche Aufgaben passen zu Ihnen?
  • Was wollen Sie verdienen?
  • Wie sollte die Umgebung des Arbeitsplatzes sein?
  • Was ist das zentrale treibende Motiv bei der Arbeit?
  • Welche Themen interessieren Sie am meisten?
  • Mit welchen Menschen möchten Sie zu tun haben?
  • Was sind Sie bereit zu investieren?
  • Was müssen Sie noch lernen?
  • Welche Komfortzonen müssen Sie verlassen?

Nach der Beantwortung dieser Fragen werden Sie klarer sehen. Am besten Sie investieren bei der beruflichen Neuorientierung in eine professionelle Karriereberatung und Karriere Coaching zur Prozessbegleitung.

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Karriere machen - Chef werden!

Vom Mitarbeiter zum Chef

Endlich geschafft und doch enttäuscht! So geht es manchem Mitarbeiter, der seine erste Führungsposition antritt. Sie sind seit kurzem Führungskraft eines Teams und haben gemerkt, dass sich der Umgang mit ehemaligen Kollegen verändert hat. Die sind jetzt ihre Mitarbeiter und haben bestimmte Erwartungen an Sie als Chef.

Aber auch das Unternehmen hält vielfältige Anforderungen bereit: Sie als neue Führungskraft sind für eine gute Atmosphäre am Arbeitsplatz verantwortlich. Auch für die Ergebnisse Ihrer Mitarbeiter sind Sie zuständig. Das bedeutet, schnell mit dem Team klar kommen, sonst sind Probleme nur noch eine Frage der Zeit.

Führungskraft werden – der nächste Karriereschritt?

Die Vorstellung, später einmal in Chef zu werden, haben oft ehrgeizige Mitarbeiter. Natürlich ist die Tätigkeit als Chef mit hohen Anforderungen verbunden. Doch die Aussicht auf Verantwortung, Verdienst und Ansehen überdeckt das.

Vergessen wird oft die Führung der Mitarbeiter. Denn meistens werden Mitarbeiter zur Führungskraft, weil Sie fachlich gute und verlässliche Arbeit geleistet haben und nicht weil Sie gut Menschen führen können.

Neue Rolle - neue Spielregeln

Es wird unterschätzt, dass die Rolle einer Führungskraft andere Spielregeln beinhaltet als die eines Mitarbeiters. Als neuer Vorgesetzter muss man sich erst in die neue Rolle hineinfinden. Das fällt schwerer, wenn Sie zuvor Teammitglied in der gleichen Firma waren. 

Nun ist ein Rollenwechsel gefragt. Sie gehören nicht mehr zum Team. Grenzen Sie sich klar ab. Machen Sie sich bewusst, Sie gehören jetzt zur Führungsriege. Der vertrauliche Plausch mit alten Kollegen entfällt. Manche junge Führungskräfte sehen sich damit konfrontiert ältere erfahrene Kollegen führen zu müssen. Auch das kann eine schwierige Herausforderung sein. Anfangs ist das alles nicht immer ganz einfach.

Welche Anforderungen gilt es noch zu bewältigen?

  • Wie nehmen die Mitarbeiter Sie als Führungskraft wahr?
  • Mit welchen Erwartungen werden Sie konfrontiert?
  • Wie schaffen Sie Akzeptanz bei den Mitarbeiter für sich als Führungskraft?
  • Wie delegieren und kontrollieren Sie richtig?
  • Welchen Führungstil pflegen sie?

Das alles sind Fragen, auf die Sie Antworten finden müssen. Es ist sinnvoll, sich auf diese anspruchsvolle Führungsaufgabe vorzubereiten.

Berufliche Fortbildungen oder Business Coaching sind unerlässlich, um Sie als Mitarbeiter auf Ihre neue Rolle und die damit verbundenen Anforderungen fit zu machen.

Ganz wichtig: Sie müssen die Führungsrolle und die Verantwortung annehmen - Ihre Mitarbeiter kennen, akzeptieren und motivieren.

Sicher können wir auch Ihnen mit Karriereberatung oder Business Coaching helfen, hier geht es zu den Coaching-Angeboten...

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