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11.05.2020 07:20

Bewerbung nach Kündigung: Jobsuche auf dem verdeckten Arbeitsmarkt

Bewerbung auf dem verdeckten Arbeitsmarkt, versteckten Stellenmarkt, Initiativbewerbung, Social Media für den Erfolg nutzen!

Bild von Pixabay

Was tun, wenn Sie keine geeignete Stelle in Jobbörsen finden?

Dann sollten Sie es auf dem verdeckten Arbeitsmarkt versuchen. Er wird auch versteckter Stellenmarkt genannt. Er beinhaltet alle Arbeitsstellen, die nicht über offizielle Angebote in Jobbörsen, Social Media Kanälen oder Anzeigen angeboten werden. Die Jobs im verdeckten Arbeitsmarkt werden häufig durch Kontakte und Empfehlungen besetzt.

[In der Blog-Übersicht wird hier ein Weiterlesen-Link angezeigt]

Der verdeckte Arbeitsmarkt basiert auf Vertrauen, Empfehlungen, Initiativbewerbungen und Gesprächen mit Menschen im eigenen Umfeld.

Erfolgsfaktor - verdeckter Arbeitsmarkt

Es gibt eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarktforschung (IAB), die behauptet nur 35 Prozent der freien Stellen würden in offiziellen Stellenanzeigen ausgeschrieben, der Rest ginge über den verdeckten Arbeitsmarkt weg. Kleine Firmen mit weniger als 50 Beschäftigten suchen laut Statistik doppelt so häufig über persönliche Kontakte nach Mitarbeitern wie große Betriebe mit 250 oder mehr Beschäftigten.

Bevor Sie mit Ihrer Jobsuche auf dem verdeckten Arbeitsmarkt beginnen, erarbeiten Sie ein klares Kernprofil:

• Was wollen Sie erreichen und wie sieht Ihre Zielposition genau aus?

• Welche Ihrer Erfolge und Kompetenzen sind relevant und wertvoll für künftige Arbeitgeber?

• Was unterscheidet Sie und Ihr Profil von Mitbewerbern?

• Wofür stehen Sie als Mitarbeiter / Führungskraft?

• Was motiviert und treibt Sie an?

Es gibt für Unternehmen vielfältige Gründe keine Stellenanzeige zu schalten.

Die drei wichtigsten Gründe sind:

1. Die Position noch durch den vorherigen Stelleninhaber besetzt ist und dieser soll nichts von seiner anstehenden Kündigung erfahren.

2. Die Stelle ist schwierig zu besetzen. Die Firma geht davon aus, dass sich nicht genug geeignete Kandidaten durch eine Stellenausschreibung finden lassen. Daher wird ein Personalberater beauftragt.

3. Der Bedarf ist nur latent vorhanden: Die Firma benötigt einen Problemlöser an einer bestimmten Stelle und hat Suche danach noch nicht konkretisiert.

An diesen Punkten können Sie im verdeckten Arbeitsmarkt ansetzen.

Sie müssen online und in persönlichen Netzwerken präsent sein:

a) Sie sollten Ihre Kernkompetenzen in einem gut gepflegten Xing und LinkedIn-Profil präsentieren.

b) Tragen Sie Ihre beruflichen Erfahrungen in Lebenslauf, CV-Datenbanken von Jobbörsen ein.

c) Nehmen Sie aktiv Kontakt zu Personalberatern auf. Doch Vorsicht: Personalberater haben die Aufgabe, im Auftrag der Firma klar definierte Profile mit dem optimalen Bewerber zu besetzen. Sie haben über diesen Weg nur Erfolg, wenn Ihr Profil zu dem Suchauftrag des Beraters passt.

Wie gehen Sie die Firmensuche auf dem verdeckten Arbeitsmarkt an?

Erstellen Sie eine Zielfirmenliste: Für welche Firma sind Sie mit Ihrem Profil interessant? Es kommen Wettbewerber, Lieferanten, Kunden, Unternehmen aus benachbarten Branchen, Unternehmen in gleichen Märkten, infrage. Machen Sie sich am besten eine Liste mit 10 Firmen, für die Sie gerne arbeiten würden.

Bringen Sie die Liste in eine nach Interesse geordnete Reihenfolge: Zuerst die Arbeitgeber, bei denen Sie glauben mit Ihrer Qualifikation gefragt zu sein, zum Schluss die Firmen, die Sie weniger interessieren. Schauen Sie sich die Firmenhomepage an. In welcher Branche und mit welchen Produkten oder Dienstleistungen verdient das Unternehmen sein Geld? Welches Problem könnten Sie lösen?

Nach Firmen recherchieren Sie hier:

Sie können weiterhin auf

Ist das passende berufliche Umfeld ausgemacht, empfiehlt es sich im nächsten Schritt Jobmessen, Fachmessen, Konferenzen oder Tagungen zu besuchen. Weiterhin sollten Sie sich mit dem Thema Initiativbewerbung beschäftigen.

Bei den Messebesuchen sollten Sie immer die eigene Visitenkarte mit der Berufsbezeichnung und einem Mini-Profil auf der Kartenrückseite oder noch besser einen Bewerbungsflyer mit allen wichtigen Angaben dabei haben.

Erfolgreiches Networking beginnt immer mit Geben statt Nehmen. Denken Sie darüber nach, an welchen Stellen Sie Ihr Netzwerk unterstützen können. Sei es durch aktive Kontaktanbahnungen, das Weitergeben von Informationen, die Einladung zu Veranstaltungen oder einfach nur durch eine herzliche Geste.

Vergrößern Sie Ihr Netzwerk dadurch, dass Sie Kontakt zu professionellen Personalberatern aufnehmen. Denn auch Personalvermittler können helfen, über den verdeckten Arbeitsmarkt eine neue Anstellung zu finden. Einige Links zu Personalberatern finden Sie in dieser Liste:

·     https://www.rekruter.de/adressen_branchenbuch/Personalberatung/?-session=rekruter:C0A8B10818faf12652qoNMh2A592

·     https://www.wiwo.de/erfolg/beruf/headhunter-ranking-welche-headhunter-unternehmen-am-liebsten-beauftragen-der-ueberblick/23666466-3.html

·     https://www.stellenpiraten.de/ranking-top-15-personalberatungen-deutschland/

·     https://heiden-associates.com/top-10-personalberater-deutschlands/

Wer im versteckten Stellenmarkt unterwegs ist, sollte sichtbar sein. Das bedeutet ein professionelles Auftreten im Internet. Die Businessnetzwerke Xing und LinkedIn sind geeignete Plattformen für berufliche Sichtbarkeit und Vernetzung. Es kann aber auch ein eigener Blog oder ein YouTube Kanal oder ein Facebook oder Instagram Auftritt für Aufmerksamkeit sorgen.

Über eine Initiativbewerbung können Sie den versteckten Stellenmarkt beackern. Im Falle einer Initiativbewerbung heißt es zuerst Unternehmen zu recherchieren. Finden Sie heraus, welche Produkte oder Dienstleistungen die Zielfirma vertreibt.

Im nächsten Schritt sollten Sie den Ansprechpartner über Xing oder LinkedIn kontaktieren und kurz den Grund für die Kontaktaufnahme schildern. Wenn Sie schon Kontakt auf einer Jobmesse hatten, auch diesen Fakt kommunizieren.

Da aber nicht alle Mitarbeiter auf Social Media Plattformen unterwegs sind, hat sich immer noch ein Anruf in der Fachabteilung bewährt.

Bereiten Sie sich auf die Frage vor, was Sie dem Unternehmen zu bieten haben. In nur 60 Sekunden begeistern Sie mit einer Kurzpräsentation, dem Elevator Pitch.

Ein Beispiel für einen Elevator Pitch:

„Mein Name ist Marc Maier und ich bin vom Beruf XY. Ich möchte mich beruflich verändern und suche eine Firma, die mein Wissen in ABC benötigt. Mir ist aufgefallen, das Ihr Unternehmen mit ABC arbeitet, aber noch nicht X nutzt. Ich beschäftige mich vor allem mit ABC und X. Mein Fachwissen in den Bereichen ABC, könnte für Ihre Abteilung diese Vorteile bringen: 1,2,3. Möchten Sie mehr erfahren? Darf ich Ihnen meine Unterlagen per Mail zukommen lassen?“

Sie benötigen Geduld. Da für Ihre Initiativbewerbung keine konkrete Stellenausschreibung vorliegt, kann es sein, dass aktuell keine Stelle zu besetzen ist. Das kann sich aber in den nächsten Monaten ändern Ich hatte schon Klienten im Bewerbungstraining, die wurden 3–6 Monate nach Versendung der Initiativbewerbung vom Unternehmen angesprochen.

Erfolgsversprechend können auch Praktika, freie Mitarbeit oder Zeitarbeit sein. Sie können auf diese Weise Ihre Kompetenzen unter Beweis stellen und den potenziellen Arbeitgeber kennenlernen.

Die Lebenslaufdatenbank

Ein weiterer Schritt ist es, Ihr Wissen und Ihre Berufserfahrung öffentlich zugänglich zu machen. Dazu können Sie Lebenslauf-Datenbanken benutzen.

Untersuchungen zeigen, dass besonders Ingenieure, Techniker und Naturwissenschaftler über die CV-Datenbanken der Online-Jobbörsen von Arbeitgebern angeschrieben werden. Die Interessenten sind oft Personaldienstleister und Headhunter, aber auch mittelständische Arbeitgeber, die gezielt nach gewissen Fachkompetenzen suchen.

Online-Jobbörsen haben auch Lebenslauf- bzw. CV-Datenbanken, in denen Bewerber kostenfrei Ihren Lebenslauf hochladen können. Somit werden sie von Unternehmen gefunden, die erst selbst nach Kandidaten suchen, bevor sie eine Stellenanzeige schalten.

Für die Erstellung von Profilen in CV-Datenbanken gelten drei wichtige Regeln:

1.   Füllen Sie das Profil so vollständig wie möglich aus.

2.    Tragen Sie Ihre Qualifikationen und Erfahrungen ein.

3.   Aktualisieren Sie Ihr Profil regelmäßig.

Bei diesen Jobbörsen können Sie z. B. Profile anlegen:

Nutzen Sie eines der großen bekannten Stellenportale wie Stepstone oder Monster und eine branchenspezifische Jobbörse, um Ihr Profil zu hinterlegen. Hier finden Sie geeignete Links:

·     https://www.stepstone.de/5/index.cfm?event=candidateid:authentication

·     http://promotions.monster.de/lebenslauf?intcid=swoop_TopNav_Lebenslauf

·     https://www.jobs.de/jobseeker/postnewresume.aspx?sslRedirectCnt=1