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Berufliche Neuorientierung: Wie Sie sich mit 50Plus erfolgreich bewerben

Richtig Bewerben Bild von Pexels auf Pixabay

Warum ältere Bewerber mit vielen Vorurteilen zu kämpfen haben und wie Sie den Personaler trotzdem überzeugen können.

Bewerbung 50+: Umschreibungen lauten zum Beispiel berufliche Neuorientierung mit 50 oder berufliche Veränderung 50, berufliche Umorientierung, nächster Karriereschritt. Zumeist verbergen sich hinter diesen höflichen Umschreibungen massives berufliche und persönliche Einschnitte und Krisen.

Anlässe für Bewerbung mit 50Plus

Hintergründe zum Neustart mit 50 Jahren können Umstrukturierungen von Unternehmen mit ausgesprochenen Kündigungen, Entlassungen oder Freistellungen, aber auch Probleme mit internen Konkurrenten, neuen Chefs oder auch gesundheitliche Probleme oder Burnout sein.

Der Kündigungsschock lähmt

Hinter jeder dieser Entwicklung stehen aber Menschen aus Fleisch und Blut, das wird ganz häufig vergessen. Oft gibt es einen Kündigungsschock, der den Betroffenen innerlich lahm legt und dazu führt sich tot zu stellen und zu denken, das kann gar nicht sein, zu bewältigen.

Auch die Verabschiedung aus dem Job mit einer Bestandsaufnahme: Was nehme ich an Wissen und Erfahrungen mit, was lasse ich an unguten Dingen zurück, wird häufig vernachlässigt. Es wird nicht oder auch falsch gehandelt. Dadurch wird viel wertvolle Zeit verloren, die man für die Vorbereitung der beruflichen Zukunft hätte nutzen können.

Wie die Zukunftsängste in Griff kriegen?

Es entstehen in dieser Krise häufig große Ängste vor sozialem und materiellem Abstieg und Zukunftsängste, die zusätzlich lähmen und auch verhindern, für sich professionelle Hilfe durch einen Bewerbungscoach, Karriereberater oder Outplacement-Berater zu nutzen. Im Prozess des Selbstvermarktens und des Bewerbens hat das oft fatale Auswirkungen.

Warum gibt es Schwierigkeiten bei einer Bewerbung mit 50Plus

Noch immer möchten die Firmen lieber jüngere Mitarbeiter einstellen. Ältere Fachkräfte haben es im Bewerbungsprozess deutlich schwerer als jüngere Kandidaten.

Die Vorurteile: Ein Umdenken passiert nur langsam und es existieren noch eine Menge Vorurteile gegenüber älteren Mitarbeitern. Die Vorurteile gegenüber älteren Arbeitnehmern haben einen psychologischen Effekt im Personalauswahlverfahren.  

1. Erstens gehen Arbeitgeber davon aus, dass Ältere häufiger krank sind als Jüngere.

2. Ältere seien weniger motiviert als jüngere Kollegen.

3. Die Qualifikationen von über 50-jährigen seien veraltet.

4. Ältere seien deutlich teurer als jüngere.

Die Realität: Eine Studie der Universität Hongkong hat herausgefunden, dass ältere Arbeitnehmer motiviert, veränderungsbereit, gesund oder berufsorientiert sind. Für die Studie wurden 418 Einzelstudien mit insgesamt rund 210.000 Teilnehmern ausgewertet. Demnach zeigt sich, dass die Befragten mit zunehmendem Alter sogar noch motivierter arbeiteten.

Auch in den Bereichen Veränderung, Vertrauen und Gesundheit wurde nachgewiesen, dass Ältere ebenso veränderungswillig sind wie Jüngere und eine gute Beziehung zu ihren Mitarbeitern und Chefs haben.

Der Schlüssel zum neuen Job mit 50Plus

Der Schlüssel zum neuen Job für die über 50-jährigen besteht in der gut durchdachten, konsequenten Bewerbungsstrategie, die auf die spezifischen Stärken ausgerichtet ist. Vorurteile müssen entkräftet und durch die hohe Erfahrungskompetenz ausgeglichen werden.

Praxistipps für die richtige Bewerbungsstrategie 50Plus

Ältere Arbeitnehmer eignen sich gut für Beratertätigkeiten, die mit dem alten Job zu tun haben. Denn dort kommen ihre Erfahrungen und Fähigkeiten am Besten zur Geltung.

Experten mit 50plus werden in Unternehmen am ehesten gezielt bei Projekten an wechselnden Standorten oder im Ausland eingesetzt. Dafür sind sie in der Regel besonders qualifiziert, weil sie sowohl über umfangreiches betriebliches Wissen und Lebenserfahrung verfügten als auch über die Fähigkeit, selbstständig auf unvorhergesehene Ereignisse zu reagieren.

Diese Argumente sprechen für 50Plus

Ältere Mitarbeiter können Arbeitsabläufe oft schneller erledigen, weil sie durch ihren enormen Wissens- und Erfahrungsvorsprung neue Informationen in das Vorhandene integrieren. So kommen sie zu Entscheidungen, die eine höhere Validität und eine bessere Berechenbarkeit haben.

Der Diversity-Ansatz besagt, dass Teams besonders erfolgreich sind, wenn sie aus unterschiedlichen Persönlichkeiten, Kulturen und Altersklassen zusammengesetzt sind. Man bedenke: 40 Prozent der Bevölkerung sind über 49 Jahre alt. Ein älterer Kunde oder Geschäftspartner fühlt sich von einem älteren Berater besser verstanden als von jemandem, der jünger ist als er.

Wie Sie mit Erfolgsfaktoren punkten: Frustrationstoleranz, Durchhaltevermögen, Flexibilität und Know-how

Je nach Qualifikation und Hierarchiestufe kann es aber auch von Vorteil sein, wenn ein 50plus-Kandidat seinem künftigen Arbeitgeber eine gewisse Flexibilität im Hinblick auf seine Gehaltsvorstellungen und seine künftige Tätigkeit signalisiert.

Auf jeden Fall benötigt die Bewerbung mit 50Plus ein hohes Maß an Frustrationstoleranz, Durchhaltevermögen, Flexibilität und Know-how im Bereich Bewerbung und Karriere.

Hier kommt die Beratungsagentur make-it-better aus Köln ins Spiel. Wir helfen Mitarbeitern und Führungskräften mit unserer Expertise den Prozess der beruflichen Neuorientierung praktisch zu gestalten und erfolgreich umzusetzen.